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ANALYSES.
Krupetzki, A. Priv.-Doc. Zur Kasuistik der Behandlung der Zuckerruhr
mit Urannitrat. (Med. Obozrenie, 1900, II, S. 214).
Der Autor wandte Urannitrat in 2 Fällen von Diabetes an. Im ersten Falle trat sehr rasche Besserung ein, im zweiten brachte sogar längere Anwendung des Mittels keinen Nutzen. Im Gegegensatze zu Duncan's (Brit. Med. Journ. IG Ükt. 1897) Ansicht meint der Autor, dass das salpetersaure Uran nicht als unbedingt wirksammes (Mittel gegen Diabetes angesehen werden könne.
Istomin und Tächotzki. Zur Pharmakologie des Peronins. Aus Prof. S. Po-poff’s Laboratorium in ( backoff (Ber. d. Gesellseh. 1. wissensch. Medic, u. Hyg. an d. Univers, ( harknff, 1900).
Die Verfasser studirten die pharmakologische V irkung des Peronins an Kalt- und Warmblütlern. Die an den ersteren (Fröschen) vorgenommenen Ex-perimente zeigten, dass Peronin gleich Morphium auf das Gehirn deprimirend wirkt, die Reflexerregbarkeit vermindert, indem es gleichzeitig auf die sensorischen Nerven und die im Rückenmark befindlichen Reflexcentra einwirkt, und Krämpfe, wahrscheinlich durch Reizung des Rückenmarks, hervorruft, obgleich dieser Effect bei weitem schwächer ist als bei Morphiumvergiftung.
Die Experimente an Warmblütlern (Kaninchen und Hunden; Hessen er. kennen, dass bei der Vergiftung mit Peronin am stärksten das Gehirn getroffen wird. Peronin übt einen Einfluss auf das Blutgefässsystem aus, indem e-die Zahl der Herzcontractionen vergrössert und den Blutdruck verminderts Das Fallen des Blutdrucks hängt vornehmlich davon ab. dass sowohl die im verlängerten Mark gelegenen als auch die im Herzen selbst befindlichen Centra Störungen erleiden.
Tarassoff. R. Zur Pharmakologie von Hierochloa borealis Körnet Sch. Aus
Prof. S. A. Popoff's Laboratorium (Ber. d. Ges. f. wissensch. Medic, und Hyg. a. d. Univers. Charkoff, 1900).
Um die Wirkung dieses Mittels auf Tiere zu erproben, führte der Autor eine Reihe von Experimenten aus. Letztere wurden mit einem wässerigen Aufguss von Hierochloae borealis und auch mit einem Extract, aus welchem das in demselben enthaltene Cumarin mittelst 90u-igem Alkohol entfernt worden war, vorgenommen. Auch die Wirkung alkoholischer und ätherischer Ex-tracte wurde erprobt. Es erwies sich dabei, dass die Y\ irkung aller Präparate von dem in demselben enthaltenen Cumarin abhängt, da alle ausser demjenigen. welchem das Cumarin entzogen worden war, ganz ebenso wie das C umarm selbst wirkten, während der wässerige Aufguss, aus welchem das ( umarm entfernt worden war, sich als ganz indifferent erwies. Die Wirkung des Cumarins bestellt in Folgendem: bei localer Anwendung reizt es zuerst, dann anästhesirt es. Bei Kaltblütlern bedingt Cumarin anfänglich Verlust der willkürlichen Bewegungen, sodann auch Schwinden der Reflexe infolge von Lähmung der Reflexcentra des Rückenmarks. Sogleich nach der Lähmung des centralen Nervensystems beginnt diejenige der peripherischen. Später und in