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schwächerem Grade deprimirt Cumarin die Erregbarkeit der Muskeln des Knochengerüstes Eine der Lähmung vorausgehende Erregung des Nervensystems wurde nicht beobachtet. In kleinen Dosen (0,00o) verlangsamt Cumarin bei dem Frosche die Herzaction, in grossen kommt zu der Veilang-samung auch noch Schwächerwerden der Herzschläge. Letale Dosen (0.03 0,06) bewirken Stillstand des Herzens. Die Verlangsamung der Herzschläge hängt von der Wirkung des Cumarins aut den Herzmuskel und die m demselben gelegenen motorischen Ganglien, nicht aber von der Erregung des Hemmungsapparats ab, da vorangegangene Lähmung der Endigungen des Hemmungsapparats mittels Atropin das Bild der V irkung des Mittels aut das Herz nicht ändert.—Auf das Nervensystem der Warmblütler wirkt Cumarin im allgemeinen ebenso wie auf dasjenige der Kaltblütler, auf das Heiz abei etwas verschieden. Kleine Dosen bewirken Verlangsamung und Verstärkung der Herzschläge, wobei die Verlangsamung von der Erregung der Centra des Hemmungsapparats abhängt. Die Erregbarkeit der Endigungen der Hemmungsfasern des Herzens ist in dieser Periode der Intoxication nicht gesteigert. Auf das Gefässsystem üben kühne Dosen Cumarin keine wahrnehmbare Wirkung aus’, unter dem Einflüsse grösserer erweitern sich die Gefässe, was von dei Depression der vasomotorischen ( entra der Rückenmarks und der medulla oblongata abhängt und Fallen des Blutdrucks zur Folge hat. Die Atmung ist unter der Einwirkung des ( umarins verlangsamt. .Vus all diesen That-sachen zieht der Autor den Schluss, dass Hierochloa borealis keine am egenden Eigenschaften besitzt und dass die deprimirende Wirkung dieses Volksmittels auf das Herz grosse Vorsicht in der Anwendung desselben gebietet.
Mosse-Schwili, W. Kobaitcifrat als Gegengift gegen Blausäure. Aus Prof.
Popoff’s pharmak. Laboratorium (Ber. d. Ges. i. wiss. Medic, u. Hyg. an d. Univers. Charkoff, 1900).
Das von Antal im Jahre 1895 vorgeschlagene Kobaltnitrat als Antidotum gegen Blausäure hat sich nach Lang's (Arch. f. exp. Pathol, u. Pharmak. XXXVI, 75), und des Autors (Viesnik medic. II. V 3, 1897) eigenen That-sachen als unwirksam erwiesen, da Blausäure nicht im Stande ist die Salpetersäure aus ihrer Verbindung mit dem Kobalt zu verdrängen. Daraufhin nahm der Autor zu den Versuchen, anstatt Kobaltnitrat, Kobaltcitrat, da Citronen-säure von Blausäure leicht verdrängt wird. Die an Tieren ausgeführten Experimente zeigten, das Kobaltcitrat als Antidotum gegen Cyanverbindungen unzweifelhaft grosse Dienste leisten kann. Was die Giftigkeit des Kobaltcitrats selbst anbetrifft, so haben die erwähnten Experimente gezeigt, dass bei der Einführung dieser Substanz per os oder subcutan in Dosen von 0,13—0,4 Gr. nur leichtes Erbrechen erfolgt.
Inaieff. W. Dr. Ueber den Einfluss des Anesons auf den Organismus von Warm- und Kaltblütlern. Aus Prof. Popoff’s pharmak. Labor, in Charkoff (Ber. d. Ges. f. wissensch. Medic, und Hyg. a. d. Univ. Charkoff, 1900).
Im Hinblick darauf, dass es an genauen Thatsachen über den Einfluss des Anesons auf den tierischen Organismus fehlte, nahm der Verfasser die