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A NALTSE S.
Bearbeitung dieser Frage in Angriff. Seinen Experimenten nach werden bei Kaltblütlern zuerst Erscheinungen von Erregung beobachtet, worauf eine De-pressiosperiode folgt, und schliesslich allgemeine Lähmung eintritt. Dabei fährt das Herz fort sich schwach zusammenzuziehen, und wird der Function desselben erst nach einigen Minuten durch vollen Stillstand in der Diastole ein Ende gemacht. Einspritzungen verschiedener Dosen des Mittels Fröschen zeigten, dass unter dessen Einflüsse die Herzaction sich wesentlich verändert. Ane-son verändert sowohl die Zahl als auch den Charakter der Contractioncn. Dosen von 0,1—0,2 Gr. bewirken Verlangsamung der Zusammenziehungen des Herzens, ohne dass dieselben schwächer werden; nach grösseren Dosen werden sie auch schwächer, wobei die Herzschläge immer oberflächlicher werden; später kommen auch zeitweilige diastolische Pausen hinzu, welche immer länger andauern und zuletzt in völligen Stillstand übergehen. Entsprechende Experimente unter vorläufiger Isolation des Gehirns vom Rückenmark, unter Zerstörung beider, unter Durchschneidung beider Nn. vagorum vor und nach der Vergiftung mit Aneson, unter Einspritzung von Atropin vor und nach der Vergiftung, sowie Experimente an ausgeschnittenen Herzen zeigten, dass unter der Einwirkung von Aneson die Herzaction bei Fröschen analoge Veränderungen erleidet, ob das Herz dem Einflüsse des Nervensystems des Rückenmarks und des Gehirns entzogen sei, oder mit demselben in Verbindung stehe. Sowohl vorangegangene als auch nachfolgende Atropinisation hebt auf den Einfluss des Anesons auf das Herz nicht auf. Die Erregbarkeit der peripherischen Endungen der Nn. vagorum sowie die Erregbarkeit des Sinus venarum fällt unter dem Einflüsse des Anisons ungeachtet der starken Verlangsamung der Herzschläge allmälig bis auf Null herab; auf das ausgeschnittene Herz wirkt das Mittel ebenso wie bei der subcutanen Einspritzung. Aus allem Dargelegten folgt, dass das Aneson auf den neuromusculären Apparat depressorisch wirkt. Das centrale Nervensystem und der Hemmungsapparat nehmen daran keinen merklichen Anteil. Die beobachten Erscheinungen lassen sich durch die Wirkung des Anesons auf den Herzmuskel seihst erklären. Zugleich giebt der Autor zu, dass der motorische Apparat des Herzens unter dem Einflüsse des Anesons seine Erregbarkeit gleichfalls einbüsst.
Um die Wirkung des Anesons auf die Reffexthätigkeit zu prüfen, wurde das Türck-Setschenoff'sche Verfahren der Reizung der peripherischen Endigungen der sensorischen Hautnerven durch Schwefelsäurelösung (1 : 700) und die Reizung des centralen Endes der Nervi ischiadici durch den Inductionsstrom angewandt. Die Experimente zeigten, dass unter dem Einflüsse von Aneson die Reflexe rasch verloren gehen. Bei Warmblütlern ruft Aneson kurz dauernde Erregung hervor, auf welche Depression folgt, die nach grossen Dosen in Lähmung übergeht. In allen Experimenten an Warmblütlern wurde Fallen des Blutdrucks und Beschleunigung des Pulses beobachtet. Die Experimente unter Durchschneidung der Nn. vag. zeigten, dass Aneson auf diese Nerven selbst und deren Endigungen im Herzen keine wahrnehmbare Wirkung hervorbringt. Was das centrale Ende derselben anbetrifft, so darf angenommen werden, dass Aneson auf diesen Teil depressorisch wirkt. Das Fallen des Blutdrucks hängt von dem Einflüsse dieses Mittels auf den vasomotorischen Ner-