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HEBER DIE WIRKUNG DER INDUCTIONSSCULäGE ETC,
mit den Infusorien ein dünnes Brückchen; die Kammer konnte mit einem Deckgläschen, dessen untere Fläche den Tropfen nicht berührte, bedeckt werden.
Die Beobachtung in einer solchen Kammer konnte nur mittels der Systeme AA und BB Zeiss vorgenommen werden; deshalb benutzte ich zu meinen Versuchen bei starker Vergrösserung— Objectiv D—folgende Elektroden: über den plastischen Thon der Elektroden wurde ein 2—4-fach zusammengedrehter dicker oder dünner Strickbaumwollenfaden, der je noch Bedarf mit Wasser von dem Heuinfusum oder physiologischer Kochsalzlösung benetzt war, gehängt, und an demselben befestigt; dass freie dünne Ende des Fadens war 2—2,5 ctm. lang. Der Faden darf nicht gar zu feucht sein, damit die Flüssigkeit von dem freien Ende nicht abtropfe *). Die freien Enden solcher ThonfadeneleUroden wurden einander parallel quer über den Objectträger gewöhnlich auf solche Art gelegt, dass der Abstand zwischen denselben 5 mm. betrug (Fig. 1). In manchen Fällen war derselbe bis 14 mm. Indem man die Länge der freien Enden abändert, kann man den Elektroden auf dem Objectträger die verschiedenartigsten Formen geben; zu den beschriebenen Versuchen benutzte ich aber ausschliesslich eine parallele Anordnung der Fäden. Ein Tropfen von mehr oder weniger dicker Consistenz aus einem schleimigen oder colloïdalen Medium lässt sich leicht zwischen den Elektroden in einer schmalen dünnen Schicht ausbreiten und mit einem Deckgläschen von entsprechender Grösse bedecken. Die Ränder des Deckgläschens liegen auf den genau abgeschnittenen Enden der Fäden. Eine Anziehung des Tropfens seitens der Fäden nach dieser oder jener Richtung infolge von Capillarität wird bei Benutzung von Flüssigkeiten von grösserer Consistenz gewöhnlich nicht beobachtet; obiger Umstand ist eine lästige Erscheinung bei Versuchen mit sehr flüssigen Tropfen, welch letztere zu diesem Zwecke jedoch selten benutzt werden. Nichtsdestoweniger wird es durch Uebung möglich sich der Fadenelektroden auch bei Versuchen mit Tropfen von gewöhnlichem Heuaufguss zu bedienen; es ist zwar schwer, doch erreichbar. Im Allgemeinen müssen vor dem Experimentiren die freien Enden der Fäden auf dem Objectträger so angeordnet werden, dass auf diesem nur solche Abschnitte derselben zu liegen kommen, welche der Breite des Deckgläschens entsprechen, während der übrige Teil des Endes in verticaler Richtung in den mehrfach zusammengedrehten Teil des Fadens übergeht (Fig. 1). Sollten die Fäden zu viel Flüssigkeit enthalten und an den Enden sich ein Tropfen zeigen, so ist dieser mittels kleiner Streifen Filtrirpapier vorsichtig zu entfernen; wenn aber infolge der Differenz in dem Feuchtigkeitsgrade der beiden Fäden, der Tropfen von irgend einem der Elektroden angesogen wird, so muss mittels ähnlicher Streifen Filtrirpapier der Raum zwischen den Elektroden abgetrocknet, ein neuer Tropfen darauf gebrach* und dieser mit einem Deckgläschen, je nach den Umständen, von specieller Länge und Breite bedeckt werden. Tropfen aus schleimigen und colloi-dalen Medien lagern sich sehr gut zwischen diesen Thonfadenelektroden; solch einem Tropfen ist es möglich die Gestalt eines sehr feinen Brückchens zu ge-
*) Schlingen von gut ausgewaschenem Baumwollenfaden benutzten hei der Untersuchung elektrischer Erscheinungen hei den Pflanzen A, Kunkel (18), T. Wiasemski (19) u. and.