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UEBER DIE EINWIRKUNG DER INDUCTIONSSCHLâGE ETC.
gerichtet; die Nadeln selbst sind von verschiedener Grösse: die Mitte der Figur (Fig. 4 g) wird aus kurzen, fast parallelen gebildet; nach der Peripherie hin verlängern sich dieselben jedoch allmälig und gehen immer weiter auseinander, so dass schliesslich eine strahlenförmige Figur mit nach aussen auseinandergehenden Strahlen entsteht. Die Nadeln werden nur aus der Hälfte der Meridionalzone herausgeschnellt und liegen fast alle in einer Ebene.
Wird jetzt das Plus eines invertirten Inductionsöffnungsschlages von gleicher Intensität gegen eine andere in derselben Richtung schwimmende Infusorie gerichtet, so macht sich an der Anodenseite wieder starke Contraction bemerkbar; das Tier nimmt eine halbmondförmige Gestalt an, die Concavität der Anode zugewandt — und zugleich erfolgt Ausstellung des Inhalts der Trichocysten und zwar stets unter Bildung der soeben beschriebenen strahlenförmigen Figur. Der Stillstand des Tieres, die starke Form Veränderung desselben, die Ausstellung der Trichocysten und darauffolgende rasche Bewegung nach vorwärts, alles dies hängt nicht von dem Charakter der Bewegung der Paramaecie—vorwärts oder rückwärts, dem Beobachter zu oder von ihm fort—noch von der Lage des Peristoms ab.
Der Process der Entleerung der Trichocysten kann an Paramaecien in schleimigen und colloidalen Medien von verschiedener Consistenz beobachtet werden; am besten aber lässt sich diese Erscheinung in verhältniss-mässig dünnflüssigen Medien, in denen die Bewegungen der Infusorien nur wenig verlangsamt sind, was eine notwendige Bedingung einer genaueren Beobachtung der Form Veränderung der Körpers derselben ist, studiren. Dieser Formveränderung und Entleerung der Trichocysten geht ein plötzlicher Stillstand voraus, resp. begleitet dieselben, wonach eine jähe Bewegung nach vorwärts erfolgt, der der Blick in einem sehr dünnflüssigen Medium kaum, in gewöhnlichem Heuinfusum garnicht zu folgen im Stande ist. Bei einer solchen Intensität des Schlages findet stets Wiederherstellung der Form des Tieres statt, so dass nach sehr kurzer Zeit dieselbe sich in nichts von der normalen unterscheidet. Der Moment der Aus-schnellung der Trichocysten aus dem Körper, den ein geübtes Auge zuweilen wahrnimmt, lässt sich am besten in schleimigen und colloidalen Medien von mittlerer Consistenz beobachten, wobei die von den ausgeschnellten Nadeln gebildete Figur deutlicher erscheint. Sehr dickflüssige Medien, die für die Beobachtung der Wimpern geeigneter sind, eignen sich für diese Versuche nicht.
Fig. 4, a — h. Schematische Abbildung des dritten Stadiums der Reaction bei den Paramaecien—Hinausschleudern homogener Nadeln aus den Trichocysten an dem Anodenseite in den verschiedenen Lagen; Veränderung der Körperform durch eine punktirte Linie bezeichnet.