﻿UEBER DIE WIRKUNG DER INDUCTIONSSCHLaG ETC.
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ben, welches die Elektroden verbindet und keinen Meniscus bildet, so dass man es, nach Wunsch, mit einem Deckglase auch nicht zu bedecken braucht. Solche Elektroden sind in den Fällen sehr zweckmässig, wenn, wie bei den gegenwärtigen Versuchen, immer wieder frische Tropfen nötig sind. Es ist sehr leicht den im Gebrauch gewesenen Tropfen mittels kleiner Streifen Fliesspapier zu entfernen und zwischen die Enden der Fäden einen neuen zu bringen.
Thonfadenelektroden setzen dem Strom mehr Widerstand entgegen als die Thonflächen, deren K. Lu dl off (13, S.
537—538) sich bei seinen Versuchen bediente, lassen sich aber leichter handhaben. K. L U d 1 0 f f's Elektroden sind Fig- Unpolarisirbare Thonfadenelektroden. für den öfteren Wechsel des Tropfens wenig geeignet; da der Zwischenraum zwischen denselben leicht durch Thonpartikeln verunreinigt wird, so bedarf es sorgfältiger Reinigung des Objectträgers zwischen dem Thonflächen. Bei der Benutzung von Baumwollenfäden fällt diese Schwierigkeit fort; die Elektroden können zugleich mit den Fäden leicht beiseite geschoben und der Objectträger einzeln abgewischt werden.
Sowohl die Thonfadenelektroden, als auch die schleimig colloidalen Medien setzen den Inductionsschlägen einen bedeutenden Widerstand entgegen; deshalb eignen sich diese Elektroden nicht für alle Versuche; mittels derselben ist es immer nur möglich gewesen sehr gut die Veränderungen in der Thätig-keit der Wimpern unter der Einwirkung von Inductionsschlägen zu beobachten, deren Intensität sogar bei vollständigem Zusammenrücken der Rollen, die ich benutzte, zuweilen nicht genügte, um eine schärfer ausgeprägte Reaction mancher Protisten auf die Reizung hervorzurufen. Aus diesem Grunde bediente ich mich in einigen Fällen der Platinelektroden, welche mittels Cana-dabalsam an dem Objectträger befestigt wurden, und zwischen deren freien, parallelen, auf 5 mm. gegenseitig abstehenden Rändern, sich ein schleimiger oder colloidaler Tropfen als feines Brückchen lagerte, ohne dabei einen Meniscus zu bilden; die Breite der Elektroden betrug 8 mm.; der Tropfen konnte auch unbedeckt mittels des Systems D Zeiss beobachtet wrerden. Der Objectträger mit den Platinelektroden wurde durch eine lange Platte aus gepresstem Kork isolirt, damit die mit der Leitung verbundenen Enden der Elektroden das Objecttischchen nicht berührten. In der Mitte der Korkplatte war eine Oeffnung für die Lichtstrahlen ausgeschnitten. Die Platindrähte wurden mittels Kupferklemmen und Kupferdrähten mit der secundären Spirale des Du B o i s-R e y m o n d’schen Schlitteninductoriums verbunden. In den Kreis der secundären Rolle und der Elektroden wurde eine P o 1 Fsche Wippe eingeschaltet. Die primäre Spirale war mit einem Accumulator von 2 — 4 Volt verbunden; die einzelnen Schliessungs- und Oeffnungsschläge führte man mit der Hand mittels des Quecksilberschlüssels oder des von Herrn Prof.