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Züll FRAGE NACH DER EINWIRKUNG SENSITIVER REIZE ETC.
Mit der Beinarbeit hatte ich im Auge nicht bluss die weitere Bestätigung des auf eine andere Weise Gefundenen sondern noch die Möglichkeit zu erfahren, ob in dem Uebergange der Erregungen von der einen Seite des Körpers auf die andere etwas Specifisches liegt. Auch bestand die Arbeit beider Beine bei Heben der Last sowohl im Strecken der Beine in sitzender Lage des Körpers als im Beugen derselben in dem Ileofemoral-gelenk. Natürlich wurden diese Bewegungen während der Ruhepausen des
Fig. 8.
ermüdeten (rechten) Arms ausgeführt und konnten leider nicht registrirt werden; deshalb fallen ihre Arbeitszeiten in den angeführten Myogrammen ' <i{ und di (Fig. 8) auf die leeren Zwischenräume, mit den Zeichen r. B. (rechtes Bein) und 1. B. (linkes Bein). Das Myogramm d{ entspricht der Arbeit durch die periodischen Streckungen des flektirten Beins, das andere der Arbeit durch die Beugungen.
Aus diesen Myogrammen ist ohne Weiteres ersichtlich, dass das Arbeitsvermögen des ermüdeten Armes durch die Arbeit der Beine ebenfalls gesteigert wird [was übrigens jede starke Bewegung des Körpers thut, wie ich mich daneben überzeugt habe]. Dagegen scheint kein Unterschied zwischen der gleich—und der ungleichseitigen Lage der Erregungsstelle mit dem arbeitenden Organe vorhanden zu sein, was auch die Versuche mit dem Tetanisiren ergaben, zu denen ich jetzt übergehe.
6. Da in den beschriebenen Versuchen die ermüdende Arbeit meist auf den rechten Arm und die erholende auf den linken fiel, so wurde auch das Tetanisiren linkerseits und zwar an die Hand applicirt, indem der von derselben umfasste Handgriff der linken Plattform (für den Unterarm) die eine Elektrode darstellte, wahrend die andere in Form eines metallenen Armbandes das untere Ende des Unterarms umfasste. Die Ströme dürften nicht muskelerregend wirken und wurden nur bis zum Entstehen eines Gefühles von Zittern in der Hand gesteigert.
Hier hatte ich 1) die Einwirkung des Tetanisirens an und für sich, d. h. Unverglichen mit den anderen Erregungsweisen des Nervensystems, zu prüfen; 2) und 3) die Einwirkung des Stromes mit derjenigen der erregenden Armarbeit und derjenigen der Ruhe zu vergleichen, und 4) den Strom während der fortdauernden Arbeit des ermüdeten Arms wirken zu lassen.