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2UR FRAGE NACH DER EINWIRKUNG SENSITIVER REIZE ETC.
Diese Versuche wurden an dem rechten Arme eines sehr kräftigen jungen Mannes angestellt und ergaben die unten stehenden Myogramme M.und S. (Fig. 10).
In M. trat die Erschöpfung des rechten Arms, d. h. die Unmöglichkeit die Hebungen fortzusetzen, nach 83 Hebungen ein; darauf folgten der Reihe nach: Ruhepause von ein Paar Minuten; wiederum Arbeit (des rechten Arms)
Fig. 10.
bis zur Erschöpfung; erholende Arbeit des linken Arms, welche ebenso lange wie die Ruhepause dauerte; endlich Arbeit des ausgeruhten rechten Arms.
ln S wurde die elektrische Reizung (der linken Hand) in dem Augenblick der angekündigten Erschöpfung begonnen, und sofort stiegen die Bewegungen an (unterhalb des ersten Zeichens st); hierauf wurde die Arbeit des rechten Arms für ein paar Minuten unterbrochen, die Reizung aber fortgesetzt (das Zeichen st in dem leeren Zwischenraum); jetzt erlangten nach dieser Ruhe die Hebungen diejenige maximale Höhe, welche sie beim Beginn des Versuches hatten.
Dem jungen Manne waren allerdings die Resultate meiner Versuche bekannt; bedenkt man jedoch, dass er bei diesen Versuchen, stets die äussersten Anstrengungen zu machen genöthigt war, so kann hier von Autosuggestion keine Rede sein.
Ich könnte natürlich die Versuche mit elektrischer Reizung auf das mannigfachste variiren (in Bezug auf die Art, Stärke und Dauer der Reizung, so wie in Bezug auf die Grösse der Belastung, die Art der Arbeit u. s. w.), begnüge mich jedoch einstweilen bei dem allgemeinen Umriss der Erscheinungen stehen zu bleiben, da dieser schon gestattet dieselben unter einen allgemeinen Gesichtspunkt zu bringen, namentlich:
a)	die Nachwirkung der sensitiven Erregungen, wenn dieselben das Nervensystem zur Zeit der Ruhe des ermüdeten Arbeitsorgans treffen;
b)	die Einwirkung derselben (elektrischen) Erregungen zu einer Zeit, wenn das ermüdete arbeitende Organ thätig ist; und
c)	das hierbei stattfindende Verschwinden des Gefühles der Ermüdung;—
ad a) Geht man von den Versuchen aus, in welchen die erregenden Einflüsse zur Zeit der Ruhe des ermüdeten Arbeitsorganes wirken, ohne sich auf irgend welche Weise zu äussern, solange das Organ unthätig bleibt, so kommt man (in Bezug auf den ersten Punkt) unwillkürlich zu der Ansicht, dass die Wirkung in einer Ladung der Nervencentra mit Energie besteht; und diese Auffassungsweise der Thatsachen scheint vollkommen am Platze zu sein, weil dieselbe wegen ihrer Allgemeinheit nichts Bestimmtes in Bezug auf den statt-