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ZUR FRAGE NACH DER EINWIRKUNG SENSITIVER REIZE ETC.
den Rails beweglichen und auf dieselbe Weise eingerichteten Plattform wie die den Unterarm tragende. Da ich ferner, bei der stundenlang dauernden Aufzeichnung der Hebungen noch die mittlere Grösse der Hubhöhen zu bestimmen hatte, so war es angezeigt die Verschiebung der Glasplatte möglichst langsam zu machen, jedoch so, dass keine einzige Hebung verloren ginge. Dies erreichte ich auf folgende Weise. Ersetzt man in einer Wanduhr (einfachster Art) mit herabfallendem Uhrgewicht den Pendel durch immer kürzere und kürzere Pendelchen, ohne das Gewicht zu ändern, so bekommt man ein immer rascheres, jedoch stets ziemlich gleichmässiges Herabfallen des letzteren; und dieser verticale Zug lässt sich sehr leicht in einen horizontalen um wandeln. In Fig. 3 ist schematisch das untere Ende der das Gewicht tragenden Uhrkette dargestellt, und zwar in der Lage, wenn das Gewicht aufgezogen ist. r ist die die Richtung der Züge umändernde Rolle; dieselbe muss offenbar so weit in das Innere des Vierecks (aus starkem Draht) hineingeschoben werden, dass der über dieselbe von dem Haken h überschlagene Faden bei dem Absteigen des Uhrgewichtes beständig senkrecht bleibe; dann bleibt der Zug stundenlang unveränderlich. Der Abstand von r bis p muss der Länge der Glasplatte entsprechen. Die Verschiebungsgrösse meiner Glasplatte beträgt ungefähr 2 ctm. in 5'; und da ich meist mit 20 Hebungen per Y arbeite, so kommen 5 Verkürzungen (5 Hebungen) und ebenso viele Verlängerungen des Arms auf 1 mm. Zuerst wurde der Apparat für die Arbeit nur eines Arms construirt; später stellte sich die Noth Wendigkeit heraus denselben für beide Arme einzurichten; und nun besteht der Myograph (Fig. 4) aus zwei auf die oben beschriebene Weise eingerichteten Hälften (mit zwei gesonderten Hebeln und einer gemeinsamen Glastafel), welche nach vorn spitz zulaufen (ungefähr unter einem Winkel von 30°), — letzteres deshalb, wreil die zu den Versuchen gewählten Sägebewegungen bei mir am ungezwungensten unter einem Winkel von ungefähr 75° zu der Frontalebene des Körpers erfolgen. Mit A ist der Sitz des Experimentators angegeben.
3. Vorversuche. Da mir eine unausgesetzte, stundenlange Arbeit bei verschiedenen Belastungen des Arms bevorstand, so war ich genöthigt zu den Versuchen relativ leichte Gewichte zu nehmen; da andererseits die Stärke und die Geschwindigkeit der Muskelzüge sowohl in jedem einzelnen Versuche als in den untereinander zu vergleichenden Fällen constant bleiben sollten, so trat mir bei der Wahl der Bewegungsformen von Anfang an folgende Schwierigkeit entgegen. Die von Mosso in die Ergographie eingeführte Methode absichtlich maximaler Züge, bei relativ (zu der angewandten Muskelkraft) starker Belastung, passte in unserem Fall nicht, weil wir mit relativ leichten Lasten zu thun
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Fi«. 4.