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68 ZUR FRAGE NACH HER EINWIRKUNG SENSITIVER REIZE ETC.
y) eine entspreciiende Reihe von Erscheinungen an dem verlängerten Marke des Frosches; hier werden namentlich durch die starke Reizung des Nerven die galvanischen Zeichen der in dem V. M.‘spontan von Zeit zu Zeit entstehenden ^motorischen Impulse unterdrückt, worauf dieselben nach dem Aufhören der Reizung in verstärktem Maasse auftreten *).
Durch die erste von diesen Thatsachen wird die Ladungsfähigkeit des Nervensystems mit Energie direct bewiesen, man mag die Erscheinung erklären, wie man will, weil dabei doch nur die Thatsache wesentlich bleibt, dass die Nervencentra die Rolle von Accumulatoren in Bezug auf die dieselben treffenden Stösse spielen.
Die zwei letzten Thatsachen reden in demselben Sinne, weil sie nur Folgendes bedeuten können: wenn die die Nervencentra treffenden Erregungen mit den daraus entstehenden Impulsen ihren natürlichen Ausweg (die Bewegungen in unseren Fällen) nicht finden können, so müssen dieselben sich in den Nervencentra ansammeln und in verstärktem Maasse hervortreten, sobald die Hemmung aufgehoben ist.
Nun sind die sub a und ß angeführten Thatsachen offenbar 3 mit denjenigen verwandt, die ich oben zu erklären hatte.
$	8. Jetzt bleibt mir nur noch übrig einem möglichen Ein-
^ wände entgegenzukommen.
Den Ursprung des Gefühls der Ermüdung verlegt man gewöhnlich in die arbeitenden Muskeln; ich dagegen verlege denselben, in der oben gegebenen Erklärung des Verschwindens dieses Gefühls, ausschliesslich in das centrale Nervensystem. Zur Aufklärung dieses Widerspruches mag folgender Versuch dienen.
Ich liess meinen Arm bis zum Entstehen eines klar ausgesprochenen Gefühles der Ermüdung automatisch (d. h. ohne an die Exkursionen des Arms zu denken) arbeiten und fing darnach an, jede einzelne Excursion zu beachten, dieselbe jedesmal absichtlich so weit als möglich führend. Das Gefühl der Ermüdung verschwand hierbei augenblicklich und liess sich auch wärend der Arbeit nicht mehr wahrnehmen, obgleich ich auf diese Weise 1 Stunde lang unaufhörlich arbeitete (1200 Hebungen). Dieses klingt allerdings paradox, lässt sich jedoch sehr leicht erklären. Beim unaufhörlichen Arbeiten in gleichem Rythmus hängt das mehr oder weniger rasche Entstehen des Gefühles der Ermüdung von dem Verhältnisse zwischen der Stärke der Muskelzüge und der Grösse der zu überwindenden Widerstände ab.—Sind nun letztere relativ zu den Muskelzü-
i) Galv. Ersck, an d. V. AI. d. Frosch. Ed. Arch. XXVII.