﻿t)AS GLOBULIN DES BLUTFARBSTOFFS.
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lins, dass die wässerige Lösung des Blutfarbstoffs beim Erhitzen eine körnige Masse absetzt (6 p. 50 und 428; 8 p. 76, 78 u. 526). Vergleichen wir diese Thatsachen mit der Beschreibung der dritten Reaction (8 p. 70): „Wenn eine Auflösung von Globulin in reinem Wasser bis zu einer gewissen Temperatur erhitzt wird, so coagulirt es, aber das Coagulum bildet nicht Flocken oder einen zusammenhängenden Kuchen, sondern eine körnige Masse, die von coagulirtem Albumin ganz verschieden ist“! Dass Berzelius hier eine Hämatoglobinlösung vor sich hatte, beweist folgender Satz: „Man könnte dagegen einwenden, dass die Einmischung von Hämatin die Ursache dieses ungleichen Verhaltens wäre. Aber das Hämatin macht nicht völlig i/3a davon aus, und“... Es ist klar, dass Berzelius seine Versuche nicht mit Globulin ” sondern mit Hämatoglobin anstellte, welches selbstverständlich bei der Einwirkung von Wärme auf dessen wässerige Lösung zerfällt und Niederschläge von coagulirtem Globulin und Hämatin bildet. Somit muss die erste Reaction des Globulins auf die Blutkörperchen bezogen werden, während die zweite und dritte auf den Eigenschaften des Hämato-globins beruhen. Im allgemeinen genommen, hat Berzelius" ausser der Benennung „Globulin“ keine die Prote'insubstanz des Blutfarbstoffs charakterisirenden Thatsachen geliefert.
In Ermangelung von Angaben über solche Eigenschaften des Globulins, durch welche es sich von dem Albumin unterscheiden würde, fesselt unsere Aufmerksamkeit die Identität des Globulins des Blutfarbstoffs und der Prote'insubstanz der Linse des Auges (s. Kapitel II). auf welche Berzelius zuerst, und zwar gleichzeitig mit der Einführung des theoretischen Begriffs „Globulin“ in die Chemie, hinwies. In seiner Beschreibung des Niederschlags (8 p. 70), in Gestalt einer körnigen Masse, den man beim Erhitzen des Globulins (cl. h., wie oben gesagt, p. n. 12, des Hämatoglobins) erhält, sagt Berzelius: „....ausserdem giebt es einen mit allen Eigenschaften des Globulins versehenen Körper, die Lens crystallina im Auge, welcher absolut frei von Hämatin ist. und welcher doch auf dieselbe Weise körnig coagulirt“ (8 p. 70).
Wie erstaunlich diese Identificirung der Substanz der Linse mit dem Globulin, wenn auch nur (das oben Gesagte in Betracht ziehend) in Gestalt des Hämatoglobins auch sei, erscheint sie als logische Folge der Vorstellung, die Berzelius seit 1812 von dem Blutfarbstoff, als einem von Albumin und Fibrin sich wenig unterscheidenden Prote'inkörper, hatte (1 p. 35). Im Jahre 1817 spricht er (4 p. 51) sich darüber bestimmter aus: „der Blutfarbstoff besitzt die meisten Eigenschaften des Albumins und des Fibrins, steht aber der Linse des Auges am nächsten1). Die unmittelbare Veranlassung, diese zwei Substanzen für identisch zu erklären war der körnige Niederschlag der geronnenen Lösungen des Blutfarbstoffs und der Substanz der Linse, wobei der Autor nur in der Farbe einen Unterschied sah (2 p. 68; 6 p. 428). Uebrigens erklärt Berzelius sowohl im Jahre 1831 als auch im Jahre 1840 ganz unumwunden, dass er den körnigen Niederschlag aus dem Linsenextraot nicht mit demjenigen des Globulius sondern mit dem Niederschlag des Blutfarbstoffs verglichen2) hatte. Noch mehr: diese Aehnlichke.it zwischen dem Blutfarbstoff und der Substanz der Linse hatte für Berzelius etwas so Wunderbares und Wesentliches, dass er
*) „La matière colorante partage la plupart des propriétés de la fibrine et de l’albumine, dont elle ne diffère que par sa couleur et par le fer qu’elle contient. Elle ressemble encore plus parfaitement à la couleur près, au lens cristallina, et les cendres de celui-ci ne contiennent que des traces de fer“ (4 p. 51).
2) 1831: „Diese Flüssig- 1840: „DieseFlüssigkeit keit enthält eine eigene enthält eine eigene thie-thierisclie Materie aufge- rische Materie aufgelöst, löst, die offenbar zu den die offenbar zu den albu-eiweissartigen gehört, minartigen gehört, sich sich aber vom Faserstoff aber vom Fibrin dadurch dadurch unterscheidet, unterscheidet, dass sie