﻿PAS GLOBULIN PES BLUTFARBSTOFFS.
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Darstellung eng verknüpft, da sich letztere von den bis dahin üblichen Methoden und gewöhnlichen Quellen zur Gewinnung irgend eines Protemkörpers wesentlich unterscheiden.
Die Schwierigkeit der Darstellung des Blutfarbstoffs sowie die Unbestimmtheit seiner Keactionen, hauptsächlich aber auch noch die Verwirrung der Begriffe von dem Globulin und dem Blutfarbstoff in Berzelius’ Arbeiten erklären die Ungerechtigkeit, der sich manche spätere Autoren diesem Körper gegenüber schuldig gemacht haben. Es waren noch keine 10 Jahve vergangen, als man der Substanz des Blutfarbstoffs nicht nur das Prioritätsrecht auf die Benennung „Globulin“ absprach, sondern es überhaupt für überflüssig hielt ihrer in mehr oder weniger bestimmten Ausdrücken zu gedenken. Globulin wird schon die Substanz der Linse—das Krystallin—genannt, wie z. B. in Strecker’s Artikel (54 p. 575), in der 2-ten Auflage von Liebig’s Wörterbuch, wo es unter anderem in der Anmerkung zu dem Paragraphen „Globulin“ heisst, dass die eiweissartige Substanz des Blutfarbstoffs die Eigenschaften des Globulins besitzt! Lehmann (1853, 33 p. 363) meint, seinerseits, dass Globulin nur in der Linse enthalten sei, in dem Blutfarbstoff aber nicht vorhanden sein könne, weil letzterer krystallisirbar ist, das Globulin aber nicht, und dass man dieses nur in der Linse des Auges gefunden habe (34 p. 80); in Gmelin’s Lehrbuche (1858) hielt es Lehmann sogar für unnötig des Globulins zu erwähnen. Seinem Beispiele folgt Hoppe-Seyler in seinen Lehrbüchern: so steht zwar in dem im Jahre 1858 herausgegebenen das Wort „Globulin“, woher aber diese Substanz kommt, un i auf welche Weise sie gewonnen wird, ist mit keinem Worte erwähnt; in seinem Lehrbuche vom Jahre 1865 schliesst Hoppe-Seyler, gleich Lehmann, es ganz aus. Ebenso verhält sich dem Globulin gegenüber Gautier, A. (17 p. 47), der darunter das Krystallin verstand. Noch interessanter ist folgende Bemerkung in Kühne’s Lehrbuche (26 p. 206): „Die Eiweisssubstanz, die sich vom Hämatoglobin abspaltet, ist oft, doch unrichtig, Globulin genannt worden. Die Veranlassung dazu ist der Umstand gewesen, dass Berzelius die Gegenwart von Globulin in den Blutkörperchen aunahm!....“ Alle diese irrtümlichen Angaben erklären sich dadurch, dass die Verfasser der oben genannten, am weitesten verbreiteten Lehrbücher mit der Geschichte der beschriebenen Substanz gar nicht bekannt waren und sich mit Berzelius’ Lehrbuche von 1840 und später mit Lehmann’s von 1853 begnügten, ohne den Arbeiten ihrer Zeitgenossen ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden oder zuwrenden zu ^vollen.
Unterdessen waren unmittelbar nach den Werken von Berzelius und Lecanu experimentelle Arbeiten erschienen, in welchen die Irrtümer der früheren Autoren zum Teil widerlegt wurden, und die Zahl der Darstellungsmethoden des Globulins um vieles gestiegen war. So war die von Lecanu vorgeschlageneund von Berzelius angenommene Methode die Blutkörperchen mittels Salzlösungen abzutrennen, wie schon erwähnt (p. n. 77), in der Hinsicht unvollkommen, dass der Niederschlag auf dem Filter aus roten Blutkörperchen bestand, infolgedessen bei der Darstellung des Globulins aus jenem, sich auch die Substanz der Stromata beimengte.
Dieser Umstand entging Liebig (35 p. 883) nicht, der sogleich vorschlug, zur Gewinnung des reinen, unveränderten Blutfarbstoffs die auf dem Filter befindlichen Blutkörperchen, welche von den übrigen Bestandteilen des defibrinirten Blutes nach der Behandlung letzteres mit Natriumsulfatlösung, nachLecanu’s und Berzelius’ Methode, befreit waren, mit Wasser auszulaugen. Durch fleissiges Auswaschen mit der Salzlösung wurden die Blutkörperchen offenbar von den flüssigen Bestandteilen des Blutes gereinigt, während das Auslaugen des Blutfarbstoffs mit Wasser auf dem Filter ein von suspendirten Stoffen—Stromata weisser Blutkörperchen u dergl.—freies Filtrat gab.
Sehr geistreich wandte bei dem Waschen der roten Blutkörperchen C. Schmidt (47 p. 160) diese Methode in seinen quantitativen Bestimmungen der allgemei-
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