﻿DAS GLOBULIN- DER LINSE DES AUGES.'
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lösung verrieb. Wir haben gefunden, dass schon 1% Kochsalzlösung genügt, die man allmälig zu den Linsen zugiebt, welche entweder rein oder, damit das Globulin sich besser extrahiren lasse, mit Glaspulver oder feinem Sand im Mörser verrieben wurden. Obgleich eine solche Lösung zerstörte Linsenzellen suspendirt enthält, so sind diese doch ganz durchsichtig, und weisse Globulinflocken sind nicht mehr zu bemerken.
Die abfiltrirte klare Lösung wird mit Wasser gefällt. Der erhaltene Niederschlag ist in Lösungen neutraler Salze der Alkalien oder alkalischen Erden von mittlerer Concentration löslich. Die Lösung lässt sich durch Einträgen von Kry-stallen oder Pulver derselben Salze, so wie auch durch Uebergiessen einer Schicht dieses oder jenes Salzes mit derselben fällen. Der Niederschlag ist auch in diesem Falle in Wasser löslich, aber schon auf Kosten der vom Niederschlage zurückgehaltenen Salze. Wie mit Steinsalz so auch mit gewöhnlichem Kochsalz giebt die erwähnte Lösung Niederschläge von demselben globulinartigen Charakter. Verdünnte Lösungen von Lentoglobin, wie auch von Globulinen irgend einer andren Herkunft, können unter der Einwirkung nicht nur von Steinsalz, sondern auch von Krystallen eines jeden anderen, in diesem Sinne energischeren Salzes Niederschläge auch nicht geben. Dies erklärt, warum Hoppe-Seyler bald nach seinem Schüler Laptschinsky in der Linse die Gegenwart von Vitellin voraussetzte.
Um reines Lentoglobin mit möglichst geringem Aschengehalt, wo nicht ganz aschenfrei. zu erhalten, löst man die in den oben beschriebenen Fällen erhaltenen Niederschläge dieser Substanz in 0,5—1—2°/0 Salzsäure auf und unterwirft die Lösung der Dialyse in dem Filterdialysator. Der Bodensatz, der sich nach 16—24 Stunden aus-geschieden hat, enthält entweder gar keine Asche oder, im Vergleich zum Globulin, welches auf andere Weise erhalten wird, nur eine unbedeutende Menge. Im ganzen besitzt dieser Niederschlag alle Eigenschaften des Globulins.
LITERATU R Z U K A P. TL
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