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PAS GLOBULIN PER LINSE PES AUGES.
Federbärten oder Hornspateln mit 4-5-faclien oder noch grösseren Volumina 2°/0—5% Lösung von Natriumchlorid, schwefel-oder salpetersaurem Natron, Magne-sium-oder Ammoniumsulfat vermischt. Nachdem die Blutkörperchen sich gesetzt hatten, wurde die Flüssigkeit nach 8—16—24 Stunden abgegossen, und die am Boden befindliche Blutkörperchenschicht mit denselben Mengen der genannten Salzlösungen vermischt. 3—4-mal wurden immer neue Flüssigkeiten aufgegossen und dann ganz entfernt. Um die zurückgebliebenen Waschflüssigkeiten so vollkommen wie möglich zu entfernen, liess ich, anstatt einen Filter zu benutzen, dieselben von den Wänden einer Schachtel, die aus einem mehrfach zusammengelegten Bogen Fliesspapier angefertigt war, aufsaugen. Die mehrschichtigen Wände eines solchen einfachen Filters sogen die Flüssigkeit rasch auf, und die Blutkörperchen blieben auf dem Papier in Gestalt einer dicken, mit dem Spatel leicht abnehmbaren Schicht zurück. Nötigenfalls wurde unter die Schachteln Fliesspapier gelegt. Die ganze Operation dauert nicht lange, weshalb sie der Filtration durch gewöhnliche gefaltete und sogar durch Bunsen’sche Filter mit negativem Druck, auf denen die Blutkörperchen leicht eine dunklere Färbung annehmen, an den Bändern des Filters kleben bleiben und durch Anhäufung die Filtration verzögern, vorzuziehen ist. Danach wurde das Hämatoglobin aus den Blutkörperchen mit verhältnissmässig wenig destillirtem Wasser extrahirt und die erhaltene Lösung entweder unmittelbar filtrirt oder, behufs Entfernung der Salze, zuerst 16—24 Stunden lang in cylinderförmigen Dialysatoren oder im Filterdialysator (s. Kap. NI, 31 p. 436) der Dialyse unterworfen, und erst dann filtrirt. Die nach einer dieser Methoden erhaltene Hämatoglobinlösung wurde unter Umrühren und allmäligem Hinzufügen kleiner Portionen sehr verdünnter Salz-oder Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur oder im Bade bei 30°—50° bis zum Uebergang des Hämatoglobulinspectrums in das Hämatinspectrum zersetzt. Darauf unterwirft man die dicke braune Flüssigkeit 1) entweder der Dialyse in den obererwähnten Dialysatoren, wobei nach 24—36 Stunden im Dialysator, je nach der Concentration, sich entweder braune Flocken niedergeschlagen haben, oder der Inhalt desselben eine einförmige, undurchsichtige, gallertartige, braune Masse vorstellt; 2) oder man neutralisirt die Flüssigkeit mit Ammoniaklösung, infolgedessen sich auch hier ein brauner Niederschlag bildet.
' Die Producte dieser oder jener Behandlung werden al»filtrirt, wobei, beiläufig gesagt, das Filtrat fast gar keine Proteinkörper enthält, namentlich im ersteren Falle. Die auf dem Filter zurückgebliebene braune Masse wird in beiden Fällen sammt dem Filter zwischen Fliesspapier abgedrückt, dann vom Filter genommen und mit 10—15% Chlornatrium, Natrium —oder Ammoniumsulfatlösung oder irgend einem ähnlich auf das Globulin wirkenden neutralen Salze der Alkalien oder alkalischen Erden verrieben. Häufig erhält man schon gleich nach dem Abfiltriren der Flüssigkeit eine farblose Lösung; widrigenfalls ist es eine schwach gelb oder braun gefärbte Lösung, welche, um entfärbt zu werden, aufs neue mit einem neutralen alkalischen Salze, z. B. Ammoniumsulfat, gefällt und in Wasser aufgelöst werden muss. Um den Process der Befreiung vom Hämatin zu beschleunigen, ist est geraten die Sättigung langsam auszuführen, indem man die ersten, am stärksten durch Hämatin gefärbten Flocken fortwirft und sich mit den später erhaltenen begnügt.
Das bei dieser letzten Ausfällung oder auch durch die Sättigung der zuerst erhaltenen Flüssigkeit mit einem Salze gewonnene Chromoglobin stellt, je nach der Concentration der Lösungen, aus denen es zuletzt erhalten wurde, feinere oder gröbere Körner oder gar Flocken vor, welch letztere auf Kosten des von ihnen zurückgehaltenen Salzes in Wasser wieder lösbar sind. Aus nicht sehr verdünnten Salzlösungen wird dieses Globulin durch Sättigung mit neutralen Salzen der Alkalien oder alka-