﻿LE
PHYSIOLOGISTE EUSSE
RÉDIGÉ PAR
M. Léon Morokhowetz,
Professeur de physiologie à l’Université Impériale. MOSCOU.
Vol. III.	6 février 1904.	N°N° 48—60.
Die physiologische Bedeutung der Centrifuge zur Entlarvung von Functionsstörungen des Ohrlabyrinthes ')•
Von Dr. St. von Stein,
Director der Basanowa’schen Universitäts-Ohrenklinik in Moskau.
Auf Grund meiner Erfahrungen bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass die Centrifuge sowohl für den Otologen, als auch für den Neuropatho-logen über kurz oder lang ein unentbehrliches Hilfsmittel bei Untersuchungen sein wird. Sie erleichtert nämlich die Entdeckung einer ganzen Reihe von Symptomen, welche sonst durch die jetzt vorhandenen üblichen Untersuchungsverfahren nicht festgestellt werden können. Da die Sache noch neu ist, so hat man sich vorläufiig mit dem Constatiren nackter Thatsachen zu begnügen, deren Zahl sich bedeutend vermehren muss, um späterhin eine richtige Erklärung derselben möglich zu machen. Bevor ich jedoch zu der Krankengeschichte zweier Patienten übergehe, bei welchen man nur vermittelst passiver Drehung eigenartige Störungen der Kopfbewegungen feststellen konnte, möchte ich noch die beiden, von mir erfundenen Instrumente: die Centrifuge mit dem dynamischen Goniometer und den statischen Goniometer, mit deren Hilfe ich die Untersuchungen an den unten angeführten Patienten anstellte, beschreiben.
1) Die Centrifuge ist ein sehr einfach construirter Apparat. Auf eine Axe aus Gusseisen, welche in einem Kreuzrubel befestigt ist, wird ein Rad aus
*) Vortrag gehalten in einer Sitzung mit Demonstration von Kranken.
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