﻿Die physiologische ëëdeütüng der centrifuge.
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Nervensystem. Besondere Anästliesieersclieimingen—nicht vorhanden. Geschmacks- und Geruchssinn intakt. Beständig finstere, gedrückte Stimmung, die schon im Jünglingsalter sich kundgab, nebst traurigem, manchmal weinerlichem Gesichtsausdruck. Patient ist leicht beleidigt, beklagt sich oft mündlich und schriftlich (den klinischen Ärzten gegenüber) über drückende Schwermut. Es scheint ihm, als ob alle hinter seinem Rücken zischeln und flüstern, ihn immer beobachten und nur über ihn sprechen. Hält sich für einen grossen Sünder. Ist leicht zu erschrecken.
Diese finstere Stimmung hat Patient aller Wahrscheinlichkeit nach von seinem Vater geerbt, welcher sich fortwährend vor seiner Umgebung fürchtete, weil es ihm vorkam, als ob ihn alle verfolgten. Zur Erschlaffung des Nervensystems trug auch viel die Onanie bei, welcher sich der Kranke von früher Kindheit an hingab. Zum weiblichen Geschlecht hat er keine Beziehungen gehabt.
15 Oktober 1901. Um 9 Uhr morgens erfolgte ein Schwindelanfall mit Stürzen auf die Diele, ohne Kopfverletzung. Präcordialangstgefühl. Volles Bewusstsein. Puls 80, Athmung 18, T° 36°.
5 Januar 1902. Im Schlaf überfiel ihn ein allgemeiner Krampf mit Bewusstlosigkeit. Um 8 Uhr morgens T° 36,7°, Puls 100, Athmung 22.
14 Februar. Um 3 Uhr nachts wollte der Kranke aufstehen, empfand aber plötzlich starken Schwindel und fiel auf die Diele, wobei er heftig mit dem Kopf an die Wand stiess, das Bewusstsein jedoch nicht verlor. Erst nach 5—6 Minuten war er im Stande sich zu erheben. 8 Uhr morgens— T° 36°, Puls 80, Athmung 19.
18 Februar. Um 6V2 Uhr morgens fiel der Patient aus dem Bett und blieb einige Zeit besinnungslos auf der Diele liegen. Um 7 Uhr schlief er wieder fest ein. Um 8 Uhr morgens—T° 36,8°, Puls 96, Athmung 22.
8 März. Abends fühlte er heftige Kopfschmerzen mit Erbrechen. Morgens 8 Uhr—T° 36,4°, Puls 76, Athmung 19.
13 März. Um llV2 Uhr nachts lag der Kranke im Bett, nachdem er den ganzen Abend an starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzklopfen gelitten hatte. Gegen 12 Uhr fing er an laut zu stöhnen und zu schreien, wobei ihm Speichel und Schaum aus dem Munde floss. Er schlug sich gegen das Bett und die Wand, so dass man ihn nur mit Mühe festhalten konnte. Der Puls war frequent, die Athmung beschleunigt und unterbrochen. Der Kranke lag in kaltem Schweiss gebadet, besonders schwitzten ihm Gesicht und Hände. Die Augen waren halbgeöffnet und blickten starr vor sich hin. Das Bewusstsein war zwar getrübt, aber nicht ganz verloren; auf Fragen antwortete der Patient nicht, sondern stöhnte nur entsetzlich. Besagte Erscheinungen Hessen allmälig nach. Der Kranke blieb regungslos auf dem Bett liegen, schnarchte und schnaufte laut.
Um 2Va Uhr nachts wiederholte sich der Anfall mit noch grösserer Heftigkeit und völliger Bewusstlosigkeit. Patient lag ganz bewegungslos und athmete schwer. Darauf fiel er auf die Diele, wo er sich 20 Minuten lang wälzte, mit Händen und Füssen um sich schlug und die Zunge blutig biss. Er legte sich auch auf den Bauch. Die Pupillen reagirten gar nicht auf