﻿DIE PHYSIOLOGISCHE BEDEÜTÜNG DER CENTRIFUGE.
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			c.	128	c. 256	c. 512	c. 1024	c. 2048
per	aera			65	50	75	105	50
per	OS			28	25	44	50	22
Rechtes Ohr		per	aera:	65	37	76	101	44
»	>	per	os:	27	17	39	54	28
Linkes Ohr		per	aera:	41	38	52	91	50
>	»	per	os:	21	18	32	53	28
Diagnosis. Als der Kranke in die Klinik eintrat, konnte man sich auf Grund seiner Angaben kein richtiges Urteil über den Charakter der Anfälle bilden, und musste man infolgedessen von einer bestimmteren Diagnose abstehen. Was aber die Wendung des Kopfes während des Centrifugirens und die Störungen des Ganges anbetraf, so fand ich, dass dieselben in keinerlei Zusammenhang mit einer Labyrinth Verletzung gebracht -werden konnten. Folgende Veränderungen lassen sich konstatiren:
1)	Eine leichte Schwächung des Gehörs per aera, worauf die Kürze der Entfernung bei der Wahrnehmung im Flüsterton gesprochener Worte hinweist (16—17 Meter statt der normalen 20—25 M.). Eine merkbare Verlängerung der Dauer der Schallperception per os war nicht zu beobachten.
2)	Das Zurückwerfen des Kopfes sogar bei der langsamsten Drehung, was nur in dem Fall möglich ist, wenn eine Gruppe von Muskeln mehr gereizt wird, als die andere. Es fragt sich nun, wo man die Lokalisation dieses Reizfaktors zu suchen hat? Jedenfalls hat er seinen Sitz nicht in der Gehirnsubstanz, da sich bei langsamer Drehung das Gehirn in toto auf die eine oder die andere Seite dislocirt. Somit ist auch die Möglichkeit ausgeschlossen, dass die Centrifugalkraft nur auf diejenigen Gehirnzellen einwirkt, die ihren Impuls gerade auf die den Kopf nach hinten ziehenden Muskeln übertragen.
Annehmbarer erscheint es, dass dieser ununterbrochene Reiz vom Labyrinth des Ohres (Tonuslabyrinth nach Etvald) ausgeht, in dessen Endolymphe sich bewegliche Gebilde in Form von Ampullenhärchen und Statoliten (Oto-liten) des utriculus und sacculus befinden. Vorhin war schon bemerkt, dass die Statik beim Stehen auf der Diele und auf dem Goniometer bedeutend gestört ist. Diese Thatsache deutet auf das Vorhandensein von Störungen in der Gegend des sacculus, welcher die Bewegungen in vertikaler Richtung regu-lirt—asynergia saccularis incompleta. Letztere äussert sich auch während des Springens in gewissen Richtungen (man sehe Fig. 7, 8, 9, 10 und 11).
Die übrigen Bewegungen, wie z. B., das Springen auf einem Fleck mit den Fussspitzen, das Springen nach vorne mit der ganzen Fusssolile bei geöffneten Augen, das Springen mit dem rechten und linken Fuss rückwärts und vorwärts bei offenen und geschlossenen Augen waren von keinen besonderen Abweichungen begleitet.
Was den Ampullenapparat der halbkreisförmigen Kanäle, die unsere kreisförmigen Bewegungen regeln, anbetrifft, so lassen sich in ihren Funktionen keinerlei Störungen wahrnehmen, da der Kranke auf einem Fleck sich frei drehen kann. Das Centrifugiren (gewöhnliche Schnelligkeit—eine Drehung des Kreises von 300 Ctm. Umfang in 5 Sekunden) sogar bei schnellerer Drehung