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DIE PHYSIOLOGISCHE BEDEUTUNG DER CENTRIFUGE.
hinten: der Kopf und der ganze Rumpf neigen sich leicht nach links, es treten Übelkeit, Würgbewegungen und Druckgefühl in der Herzgegend auf; das Gesicht wird blass, und es stellt sich allgemeine Schwäche mit Schwitzen der Handflächen ein. Der Kranke konnte nicht von der Centrifuge absteigen, sein Gang war unsicher. Erst nach Verlauf einiger Zeit erholte sich Patient so weit, dass er mit leicht schwankenden Schritten nach Hause zu gehen vermochte.
Das Gefühl der entgegengesetzten Drehung fehlte auch jetzt in allen Stellungen.
Die Stimmung ist ebenso deprimirt wie früher. Der Patient ist zu keiner Arbeit fähig.
Diagnosis. Die ganze Symptomathologie des Patienten K. deutet im Gegensatz zum Kranken R. auf leichte Reizbarkeit—Hyperästhesie. Wollen wir jetzt zur Betrachtung der einzelnen Krankheitserscheinungen übergehen.
1)	Die Abschwächung des Gehörs ist an beiden Ohren beinahe gleich, per aera und per os ist eine Verkürzung der Schallperception vorhanden. Rinne-+-weist auf eine Schädigung des Nervenapparats hin. Wo hat man dieselbe zu lokalisiren: in den Endapparaten der Labyrinthe, im Verlauf des n. octavus vor seinem Eintritt ins verlängerte Mark oder aber im Gehirn selbst? Man kann annehmen, dass das Trauma eine gleichmässige Erschütterung in beiden Labyrinthen hervorgerufen hat: man hat nicht das Recht eine solche Möglichkeit absolut zu verneinen. Gegen den Sitz der Beschädigung an der Gehirnbasis oder im verlängerten Mark spricht das Fehlen jeglicher Veränderungen seitens der benachbarten Nerven.
2)	Das Fehlen der Empfindung der Gegendrehung lässt ebenfalls auf eine Beschädigung des Labyrinths oder der Labyrinthe schliessen. Auf Grund meiner anderen Beobachtungen, welche ich demnächst beschreiben will, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass völlige Taubheit oder blosse Gehörschwächung des einen Ohres zur vollständigen Vernichtung der Gegendrehungsempfindung führt, selbst wenn das andere Ohr ganz normal ist. Da aber im gegebenen Falle die Gehörabnahme eine beinahe gleichmässige ist, so fällt cs schwer zu entscheiden, welches von den beiden Labyrinthen, das rechte oder das linke oder beide zusammen, das Verschwinden der Empfindung der entgegengesetzten Drehung bedingen. Meine vieljährigen Beobachtungen aut diesem Gebiet ergeben folgendes Resultat: wenn diese Empfindung der Gegendrehung einmal verschwunden ist, so kehrt sie nie, selbst bei bedeutender Besserung der übrigen Erscheinungen, wieder zurück. Die Abnahme des Gehörs bei gleichzeitiger Abschwächung oder beim Fehlen der Gegendrehungs-empfindung deutet auf eine Beschädigung des Labyrinths, daher ist auch in solchen Fällen auf eine Besserung des Gehörs wenig Hoffnung vorhanden.
Bei reinen Formen von Trommelfellsclerose bleibt die Empfindung der entgegengesetzten Drehung erhalten. Wenn aber bei allmäliger Abnahme des Gehörs während des sclerotischen Processes eine Schwächung oder Verstärkung dieser Empfindung eintritt, so ist das ein Zeichen dafür, dass die Entzündung schon auf das Labyrinth übergegangen ist. Durch letzteren Umstand lässt sich auch die Hoffnungslosigkeit unserer therapeuthischen Massregeln erklären.