﻿DIE VERDAÜUNGSPROCESSE BEI PERIPLANETA ORIENT ALIS.
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derartig bereitet, dass beim Zusatz einer gewissen Menge derselben zu der Versuchsflüssigkeit, der gewünschte Procentgehalt erhalten wurde.
Die Speicheldrüsen.
Meine Untersuchungen haben mir gezeigt, dass sowohl das Gewebe als auch das Secret dieser Drüsen immer neutral reagiren. Die verdauende Wirkung des Secrets der Speicheldrüsen besteht darin, dass ein wässeriges Extract derselben, Stärke in Glycose verwandelt, wobei der Process bei neutraler Reaction sehr energisch, bei alkalischer (0,5% Na2C03) weit schwächer von statten geht, bei saurer (0,2% HCl) ganz ausbleibt. Die peptonisirende Wirkung des Secrets der Speicheldrüsen wird bei saurer Pieaction (0,2% HCl) unzweifelhaft beobachtet, obgleich die Peptonisation überhaupt eine schwache ist. Der Speichel der Küchenschabe enthält Rhodankalium (KCNS), da die Reaction auf FeCl3 uud nachfolgende Probe mit Sublimat (HgCl2) und Salzsäure (HCl) positive Resultate ergiebt.
Der Kropf.
Die innere Chitinauskleidung des Kropfes verhindert die Secretion nicht, was durch Plateaux’s (siehe oben) und Petrunkiewitsch’s*) Arbeiten darge-than wird. Ausserdem hat Metalnikoff, auf dessen Arbeit ich weiter oben hinwies, die Porosität des Chitins experimentell bewiesen.
Der Kropfinhalt der Küchenschabe reagirt in den allermeisten Fällen sauer, obgleich in einigen Fällen neutrale Reaction beobachtet wird.
Bei der Untersuchung des Kropfinhalts ergab Ufelmann’s Reaction (mit Carbolsäure) negative Resultate, Günzburg’s (Floroglucin-r-Vanilin) dagegen, positive. In Anbetracht dessen, dass diese Reagentien ungenau sind, kann ich keine bestimmte Meinung darüber aussprechen, glaube aber, dass die saure Reaction des Kropfinhalts das Resultat der Gährung der angehäuften Speisemassen ist.
Die Versuche mit einem wässerigen Extract des Kropfes ergaben folgende Resultate: die Stärke verwandelt sich in Glycose, wobei der Process nur bei neutraler Reaction beobachtet wird; bei alkalischer (0,5% Na2C03) und saurer (0,2% HCl) aber ein negatives Resultat erhalten wird. Der Process geht im ganzen langsam vor sich. Eine wässerige Lösung peptonisirt die Eiweisskörper, wobei der Process bei alkalischer (0,5% Na2C03) und saurer (0,2% HCl) stattfindet, bei neutraler Reaction aber nicht. Der Peptonisationsvorgang ist ein so schwacher, dass er kaum constatirt werden kann.
Auf den Kropf folgt der sog. Vormagen, dessen Thätigkeit auf Grund eigener Beobachtungen, die im Einklang mit Petrunke witsch’s (s. oben) sind, darin besteht, dass er die Rückwärtsbewegung der Speisemassen verhindert.
Der Mitteldarm.
Auf den Vormagen folgt der Mitteldarm, welcher innen mit einer Cuticula nichtchitinigen Ursprungs ausgekleidet ist. Bei der Prüfung der Reaction
*) Petrunkiewitsch. Die Verdauungsorgane von Periplaneta orientalis und Blatta germanica. Zool. Jahrbuch. Dreizehnter Band. 1 Heft. 1899.
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