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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
mann, der Panum diese Ehre streitig macht (164 p. 377) 1 2). Doch schon 80 Jahre vor Panum (117 p. 17) beobachtete Zetzell (1769, 160 p. 240), wie unsere Nachforschungen gezeigt haben, Fällung des Blutserums bei der Verdünnung mit Wasser a). Auch-Four-croy 3) waren ähnliche Beobachtungen Bucquet’s (50 p. 311 ; 52 p. 142) bekannt. Den Angaben dieses Autors zufolge, bekommt mit 10—12 Volumina Wasser verdünntes Serum ein milchiges Aussehen (52 p. 142) 4). Ausserdem beobachtete Fourcroy auch die vereinte Einwirkung der Verdünnung mit Wasser und der Ansäuerung. Wenn er bei einfacher Verdünnung mit WMsser Trübung gewahrte, so beobachtete er bei gleichzeitigem Verdünnen und Ansäuern auch teilweise Gerinnung 5). Hierher gehören auch Couërb’s fi) Versuche (24 p. 206) mit Eiweiss; derselbe beobachtete bei der Vermischung mit Wasser teilweise Fällung, was ihn veranlasste in dem Eiweiss die Gegenwart zweier Körper: des „Albumiiims“ und des „Oonins“ anzunehmen, von denen ersteres dem Albumin enspricht, während letzteres von ihm fälschlich für eine stickstofflose Substanz angesehen wurde (116 p. 128).
Geronnenes Eiweiss und Serum oder „geronnenes Albumin“. Sobald die Eigenschaft der protemhaltigen Flüssigkeiten unter der Einwirkung von Wärme, Säuren, Alkohol u. s. w. sich zu verändern bekannt geworden war, fing man an, auch dem Producte dieser Veränderung des Eiweisses und des Serums Aufmerksamkeit zu schenken. Was die Forscher besonders anzog, war die durch die Wärme bewirkte Veränderung, wenn in die protemkaltige Flüssigkeit keine andern chemischen Agentien eingeführt wurden, und dieselbe trotzdem entweder sich in ihrer ganzen Masse in Gallerte verwandelte oder Niederschläge ausschied. Ungeachtet dieses Unterschiedes schon in der Form der Producte gab man dem Pro cesse der Veränderung der protemhaltigen Flüssigkeiten durch Säuren, Alkohol u. s. w. den allgemeinen Namen „Gerinnung“ und nannte das Product dieser Veränderung ohne Unterschied „geronnenes Albumin“, welches Agens dieselbe auch hervorgerufen hatte, in was für einer protemhaltigen Flüssigkeit das Product entstanden war und in welcher Form es sich darstellte. Als Begründung solch einer allgemeinen Vorstellung diente die sowohl mit dem Process der Gerinnung—des Festwerdens — der protemhaltigen Flüssigkeiten eng verknüpfte als auch in ihrer äusseren Erscheinung das eigentliche Wesen dieses Vorganges darstellende U n-löslichkeit des Productes in der Mutterlauge. Eine derartige Bestimmung kann sich offenbar nur auf solche Fälle beziehen, wenn sich Niederschläge bilden; mit solchen hatten die Beobachter es auch hauptsächlich zu thun. In der That bezieht sich diese Bestimmung nicht auf das unter dein Einfluss von Wärme zu Gallerte gewordene Eiweiss und Serum, weil hier keine Mutterlauge vor-
*) „In meiner Abhandlung über das Blutserum (Arcb. f. Chemie & Microsp., Wien, 1846) hatte ich dievon mire ntdeckteThatsache, dass jedes klare und von Molekülen freie Serum, wenn es mit destill. Wasser verdünnt wird, sich mehr oder weniger trübt.... etc.“ (1854 r. 164 p. 377).	.	.
2)	„Nachgehends nahm ich einen Theil von der mittlern aschgrauen Feuchtigkeit (Serum), und vermischte ihn mit acht Theilen Wasser, aus dieser Mischung entstand eine weisse Milch, welche, als noch acht Tlieile Wasser dazu gegossen wurden, blau ward, und das Ansehn einer gewöhnlichen, mit Wasser vermengten Milch bekam“ (160 p. 240).
3)	„Une portion de ce fluide forme avec l’eau
une espèce de liqueur blanche, opaque & laiteuse,
qui a, suivant Bucquet, tous les caractères du lait; c’est-à-dire, qui se raréfie et monte comme ce fluide, par la chaleur, qui se coagule par les mêmes agens, par les acides, par l’alcohol“ (50 P- 311).
4)	„Quand on dissout du sérum dans dix ou douze parties d’eau, la liqueur qui en résulte imite le lait, suivant l’observation de Bucquet“ (52 p. 142).
5)	„Le sérum du sang s’unit facilement à l’eau dans toutes les proportions. L’eau âcrée le trouble légèrement et en concrète une petite portion“ (52 p. 142).
6> Couërb wird irrtümlich Coërn genannt (24
p. 206).