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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
auch dieser Niederschläge der tatsächlichen Gegenwart mineralischer Bestandteile und sogar eines Alkali (5 p. 63) in denselben zu. Noch mehr: Berzelius erklärt diese frischen, durch Alkohol bedingten Niederschläge dem Trokenrest des bei niedriger Temperatur getrockneten Serums oder Eiweisses für analog (6 p. 32—3).
Schluss. Das in diesem Kapitel Dargelegte berechtigt uns zu folgenden Schlüssen: in den 40-er Jahren des verflossenen Jahrhunderts fehlte es noch an einer gesonderten Vorstellung von dem Albumin, und wenn von einem flüssigen Albumin auch die Bede war, so wurden darunter die protemhaltigen Flüssigkeiten: Eiweiss und Serum, mit denen man es am öftesten zu tliun hatte, gemeint. Der Gedanke war den Thatsachen um vieles vorausgeeilt. Ehe man noch irgend welche bestimmte, wenn auch oberflächliche Unterscheidungsmerkmale zwischen den eigentlichen protemhaltigen Flüssigkeiten und dem hypothetischen Albumin festgesetzt hatte, fing man schon an, nicht nur von dessen, d. h. des „Albumins“, Löslichkeit, sondern auch von dessen Verbindungen mit Alkalien und Säuren zu reden.
Wenn die Autoren jener Zeitperiode Albumin in einer von den übrigen Bestandteilen der es enthaltenden Flüssigkeiten mehr oder weniger freien Gestalt auch vor sich hatten, so fanden sie es so verändert, dass es sich schon weder in Wasser oder der Mutterlauge noch in schwachen Säuren oder Alkalien löste; jedenfalls stellte es sich den Forschern mit solchen Eigenschaften ausgestattet dar, welche mit den Bedingungen, die ihnen die gewöhnlichen protemhaltigen Flüssigkeiten boten, nicht mehr vereinbar waren. So löste sich das „geronnene Albumin“ nicht mehr in der Mutterlauge, während es früher sogar nach der Neutralisation dieser Säuren in Lösung blieb. Angenommen, dass, der Ansicht der Autoren nach, es die A!-kalicarbonate waren, die das Albumin im Serum gelüst halten; daraufhin musste nach der Neutralisation des Serums durch Säure notwendigerweise zugegeben werden, dass das Albumin in Lösung verblieb, weil sich ein neues, neutrales Salz gebildet hatte. Dies folgt klar aus Berzelius’ Beschreibung des Neutralisirungsproces-sos (p. n. 58). Berzelius blieb nur noch übrig zu sagen, dass das „Albumin“ auch in Salzlösungen löslich sei... Es war jedoch Denis, welcher diesen Gedanken nicht nur zuerst aussprach, sondern auch noch den Beweis führte, dass d a s A 1-bumin zwar in Wasser- unlöslich, aber in wässerigen Salzlösungen löslich ist.
LITERATUR.
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