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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
hauptung, (lass sowohl das Eiweiss als das Serum das Albumin als salzig-alkalische Lösung enthalten *). Indem Denis seine bei der Untersuchung der Salzlösungen des Fibrins erworbenen Kenntnisse anwandte und zwischen Fibrin und Albumin keinen wesentlichen Unterschied erkannte, zog er, nicht zufällig sondern ganz bewusst, den Schluss, dass nach der Ueberführung des Alkali der proteünhaltigen Flüssigkeiten in ein neutrales Salz diese Flüssigkeiten nach der Verdünnung mit Wasser Niederschläge ausscheiden müssen. Diese und auch andre Reactionen des Fibrins veranlassten Denis, das Albumin und das Fibrin für identisch zu erklären und auf Grund dessen das Albumin * 2) sogar Fibrin zu nennen, zum Unterschiede des schon ausgeschiedenen, in feinen Körnern sich niederschlagenden Albumins von dem Fibrin, welches sich aus dem Blute in der allgemein bekannten Waise auscheidet, crsteres nennt er moleculäres Fibrin, fibrine moléculaire oder einfach (ib. p. 87), wegen der unter dem Mikroscop gesehenen (ib. p. 80) kugelförmigen Gestalt der Körner des Niederschlags,—albumine globulaire, oder noch einfacher—fibrine globulaire (31 p. 84). Auf Grund seiner Beobachtungen unterscheidet Denis folgende Albuminarten: in Lösung befindliches und ausgeschiedenes Albumin, welch letzteres wieder in Salzen löslich oder unlöslich sein kann; in dieser letzteren Gestalt wird das Albumin durch Einwirkung von Wärme erhalten und in diesem Falle identificirt Denis es (albumine coagulée) mit dem durch Wärme zum Gerinnen gebrachten Fibrin (fibrine coagulée) (ib. p. 85). Analoge Veränderungen werden auch durch Alkohol bewirkt, den man zu der Flüssigkeit in sehr grossem Ueberscliuss zugiesst. Schliesslich findet Denis, dass in einer Salzlösung gelöstes Albumin bei 74° gerinnt. Diesen von Denis erhaltenen Thatsaclien zufolge enthält das Serum zweierlei Verbindungen des Alkali mit dem Albumin, die eine als ein Alkalialbuminat, die andre als eine Verbindung mit Salzen (ib. p. 166—7).
Am 4. Januar 1838 demonstrirte Denis seine Beobachtungen vor der pariser medicinischen Facultät, worauf er dieselben in einer kleinen Broschüre veröffentlichte. Diese ist dadurch interessant, dass die Lehre des Autors darin klar und bündig dargelegt ist. 1) Alle tierischen Flüssigkeiten, von dem Eiweiss, Serum u. s. w. au, bestehen aus einem Complex von Salzen, Oxyden, Wasser und Albumin. Diesem Gemenge begegnet man überall, wo das Leben in seine Rechte tritt3). 2) Das Albumin wird durch die gleichzeitige Gegenwart von Salzen und Wasser in Lösung erhalten 4). Folglich 3) ist reines, salzfreies Albumin in Wasser
*) »Le blanc d’oeuf, examiné comparativement avec le sérum, se comporte de la même manière; il n’est ainsi qu’une solution salino-alcaline d’albumine (31 p. 86).
■’) L’albumine liquide, par conséquent, ne serait-elle qu’une dissolution naturelle salino-alcaline de fibrine....“ (ib. p. 81).
3) „L ’ e n s e m b 1 e de s e 1 s, d ’ o x y d e s, d’e a u e t d’a lbumin e, en quoi consiste cette même matière, forme, comme vous pouvez vous en assurer, le liquide appelé blanc d’oeuf, le fluide qui entoure le germe, même dans les graines des plantes, le canevas de l’embryon, une portion du chyme, car à mesure que les alimens sont attaqués pendant la digestion, ils se convertissent partiellement en cet ensemble salino-albu-mineux, c’est le cbyle brut; le chyle élaboré, le sang, la lymphe, le liquide des séreuses des mem-
branes synoviales, du tissu cellulaire, l’exsuda-
tion des plaies nouvelles, le pus lui-même, une partie des muscles, vous le savez, sont presque composés par ce même ensemble; les os, les gros comme les petits viscères, le foie, le cerveau, etc.; les liquides, comme la bile, etc. en renferment aussi: il constitue la lymphe coagulable, organi-sable, plastique, le cambium animal; il compose plusieurs produits morbides, les tubercules, etc. En résumé, là où l’être ou bien une partie de l’être apparaît, là où il puise sa nourriture, dans tous les points de l’économie où il faut une matière organisante, réparatrice et sécrétoire; vous trouvez l’ensemble salino-albumineux dont je vous entretiens“ (32 p. 14—15).
*) „Comme la forme liquide n’a lieu, pour l’albumine, que par la coexistence de sa substance, de sels et d’eau, il faut la considérer comme résultant d’une combinaison, et non d’un état moléculaire“ (ib. p. 18—19).