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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
II.	Mineralsäuren, die in das Serum in solcher Menge eingeführt werden, dass die alkalische Reaction in die neutrale übergeht, verändern das Aussehen des Serums nicht, dasselbe bleibt klar; wird aber das neutralisirte Serum mit Wasser verdünnt, oder solches vor der Neutralisation zugesetzt, so scheidet das Serum in beiden Fällen bei dem Eintritt der neutralen Reaction einen Niederschlag aus. Fast ebenso verhällt sich das Hühnereiweiss.
III.	Das reine Albumin ist an sich selbst in Wasser unlöslich.
1.	Im Serum und im Eiweiss wird die Löslichkeit des Albumins durch das Natrium bedingt, mit welchem es chemisch verbunden ist, so wie auch durch Salze mit alkalischen Basen.
2.	Demselben Natrium verdanken das Serum und das Eiweiss die Eigenschaft mit Wasser verdünnt werden zu können, ohne Albumin auszuscheiden, mit Ausnahme eines verhältnissmässig geringen Teils desselben.
3.	Die in diesem letzten Falle sich bildenden Salze halten das Albumin in Lösung und zwar;
a.	Bei vorsichtigem Neutralismen des Serums mit Essigsäure oder verdünnter Schwefelsäure hält das sich bildende Natriumacetat oder Natriumsulfat das in diesem Falle aus seiner Verbindung mit dem Natrium abgespaltene reine Albumin in Lösung.
b.	Bei der Verdünnung der neutralisirten Flüssigkeit mit 100—200 Teilen Wasser scheidet sich ein Niederschlag aus, der bei ruhigem Stehen der Flüssigkeit zu Boden fällt.
c.	Der erhaltene Niederschlag enthält nach dem Auswaschen gar keine Säure und stellt reines Albumin vor.
d.	Ebenso wird Albumin rein und in Gestalt von Niederschlägen nach der Verdünnung mit 200—300 Teilen Wasser erhalten.
IV- Reines aus Serum und Eiweiss in Gestalt von Niederschlägen ausgeschiedenes Albumin wird sowohl durch Salzlösungen als auch durch Alkalien sehr leicht aufs neue in den löslichen Zustand übergeführt.
1.	Eine Albuminlösung in Aetznatron oder Natriumcarbonat verhält sich, nach der Entfernung eines Ueberschusses des Alkali durch Essigsäure, zur Wärme, zu Alkohol, Sublimat und Säuren wie natürlich vorkommendes Serum und Eiweiss. _
2.	Eine Albuminlösung in einem neutralem Salze—z. B. in Salpeter—scheidet sich in der Wärme und auch bei Verdünnung mit Wassser aus.
V.	Aus dem Gesagten folgt, dass im Serum neben dem Aetznatron auch andere Salze nicht nur an der Auflösung des Albumins sondern auch an der Erhaltung desselben in Lösung, nachdem die Flüssigkeit z. B. mit Essigsäure oder Schwefelsäure neutralisirt worden war, teilnehmen.
1.	Doch halten die bei der Neutralisation sich bildenden Salze nur bei einem gewissen Concentrationsgrade das Albumin in Lösung;
2.	da nach der Verdünnung des neutralisirten Serums und Eiweisses mit G asser das Albumin ausfällt.
VI.	Reines ausgeschiedenes Albumin ist in Essigsäure und auch in verdünnter Phosphorsäure (105 p. 874 u. folg.) löslich.
Besondere Benennungen für die Niederschläge und Alb umin reste der p r o t e ï n h a 11 i g e n Flüssigkeiten. Am Anfang der fünfziger Jahre erfuhr der regelmässige Entwicklungsgang dei Leine vom Albumin eine marquante Störung. Ein an sich selbst . ganz geringfügiger Linstand wurde die Quelle von Verwirrungen und Ungewissheiten, deren Spuren noch
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