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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES ElWElSSEÖ.
keine Niederschläge; im allgemeinen aber werden das Albumin und Serin bei mittlerer Concentration der lösenden Salze durch Wasser unverändert ausgefällt (ib. p. 72 u. 85).
Die in Denis’ Arbeiten von 1856—1859 dargelegten Thatsachen, welche zu sehr verschiedenartigen Urteilen über die von diesem Forscher erhaltenen Resultate geführt haben, beschränken sich bei weitem nicht auf das, was wir soeben auseinandergesetzt haben. Um diese Thatsachen richtig zu beurteilen, muss man sich immer vergegenwärtigen, was Denis eigentlich unter dieser oder jener Benennung verstanden hat, so dass man bei der Benutzung einer solchen Benennung immer auch die Deutung und den Sinn anführen muss, die ihr von Denis selbst verliehen wurden, wie willkürlich seine Vorstellungen in dieser Hinsicht auch sein mögen. So hält Denis für ein mit dem Albumin des Eiweisses identisches Albumin alles das, was beim Schlagen membranöse Gebilde, wie z. B. das Eiweiss beim Schlagen mit einem Stabe, bildet; für Serin erklärt er dagegen alles, was beim Schlagen keine Fäden bildet und, ungeachtet des Alkalisirens, nach dem Ansäuern in der Wärme und durch Alkohol sowie auch durch Aether nach dem Ansäuern einen Niederschlag ausscheidet. Für Fibrin hält Denis den Niederschlag, der in der neutralisirten prote'in-haltigen Flüssigkeit durch Einwirkung von 40°-igem Alkohol und Auswaschen mit solchem Alkohol erhalten wird. Das erhaltene „Fibrin“ (!) ist in Wasser nicht löslich, löst sich aber in Salzen 1).
Ungeachtet dieser Bestimmungen ist es schwer Denis’ Gedankengang in seinen letzten Arbeiten zu folgen. So gab er zu, dass ausser Serin auch noch Fibrin von obenerwähntem Charakter im Serum vorhanden sei. Er fällte Serum mit einem Ueberschuss von 40°-igem Alkohol, filtrirte den Niederschlag am nächsten Tage ab und übergoss ihn mit einer wässerigen Kochsalzlösung 1 : 9; nach dem Filtriren fällte er die Lösung mit Magnesiumsulfat; nachdem dieser Niederschlag zwischen Fliesspapier abgepresst worden war. löste er sich unter der Einwirkung des in demselben zurückgehaltenen Salzes in 40 Teilen Wasser auf. Im allgemeinen sehen wir hier dasselbe, was Denis am Fibrin (ib. p. 151—2) beobachtet hatte. Endlich erhielt Denis bei unmittelbarer Sättigung des Serums mit Magnesiumsulfat gleichfalls einen Niederschlag, den er nach dem Auswaschen mit einer ebenso concen-trirten Lösung dieses Salzes in Wasser auflöste, wobei eine Lösung entstand, die durch Säuren u. s. w. in der Wärme zum Gerinnen gebracht wurde. 40°-iger Alkohol im Ueberschuss angewandt, gab einen Niederschlag, der aus kleinen Magne-siumsulfatkrystallen und albuminösen Gerinnseln (grumeaux albuminiformes) be-
4) „Les fluides albumineux naturels, et les solides organiques contenant des substances albuminoïdes amenées à l’état de fluides albumineux artificiels, peuvent en renfermer une, deux, trois et même quatre à la fois. J’y cbercbe successivement les caractères distinctifs généraux propres à chacune des substances albuminoïdes, et ceux qui les différencient plus particulièrement.
Ainsi j’y soupçonne de l’albumine, quand l’agitation détermine la formation de filaments déliés,
élastiques, insolubles dans l’eau salée;......... de
la fibrine, quand ce liquide rendu bien neutre donne par l’alcool à 40° aie. un précipité qui, remis sur un filtre, et lavé avec de l’alcool faible, pour bien en séparer le sel, est insoluble dans l’eau pure, mais soluble dans l’eau salée au
tiers; de la globuline, dès qu’étendu d’eau il fournit des membranes, des fibres comme en produit cette substance, ou que saturé de sel commun et ensuite soit un peu acidifié avec de l’acide chlorhydrique au millième, soit légèrement additionné d’un soluté de soude ou de carbonate de soude, il se sépare des flocons de globuline combinée à l’acide ou unie au corps alcalin, flocons que l’eau ne dissout pas; enfin de la sérine, lorsqu’il ne se fait pas de filaments par l’agitation et que, cependant, quoique en l’alcalisant, après avoir donné à l’éther tout ce qu’il peut concréfier, il reste un liquide coagulable au feu et par l’alcool, qu’on rend de nouveau concré-fiable par l’éther en lui ajoutant fort peu d’un acide“ (34 p. 141—2).