﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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Vollständige Fällung durch Salze. Diese Thatsachen müssen notwendigerweise mit denjenigen, welche den Einfluss der Salze auf die protein-haltigen Flüssigkeiten betreffen, verglichen werden. Nach allem, was über die Fällung durch Salze überhaupt gesagt worden ist (p. n. 118), ist nicht weniger interessant die Frage, ob die durch Säuren erhaltenen Niederschläge mit den durch Salze erhaltenen identisch sind, und ob durch Sättigung mit Salzen vollständige Fällung des Globulins erreicht wird. Was die erste Frage anbetrifft, so finden wir ausser den von früheren Autoren, bis Virchow einschliesslich, gelieferten Thatsachen auch bei Heynsius Angaben, welche für die Identität dieser Niederschläge zeugen (7 5 p. 9—28). Diese Identität erkenntauch Schmidt (158p. 99—100) an. Um fibrinoplasti-sche Substanz oder, wie Allchin sie nennt „Fibrinoplastin“ zu erhalten, schlug dieser Verfasser im Jahre 1868 (1 p. 278), nach Al. Schmidt’s Vorgehen, vor, Serum oder pericardiale Flüssigkeit mit Magnesiumsulfat oder Kochsalz zu sättigen, die erhaltenen Niederschläge in Wasser aufzulösen und mit denselben Salzen aufs neue zu fällen. Die Niederschläge wurden nun auf einem Filter gesammelt, getrocknet, in verschlossenen Gefässen aufbewahrt und, je nach Bedarf, in Wasser aufgelösst. Zugleich aber fand Heynsius, dass durch Sättigung der Flüssigkeit mit Kochsalz weniger Globulin erhalten wird, als bei der doppelten Sättigung mit Kochsalz und Kohlensäure *) (75 p. 26 und 28). Schmidt glaubt (159 p. 297) jedoch, dass das Globulin aus dem Serum durch Sättigung mit Kochsalz vollständig ausgeschieden werde und sieht zwischen dieser Sättigung, der Verdünnung mit Wasser und Ansäuerung und auch der Dialyse keinen Unterschied: in all diesen Fällen scheide sich dieselbe Globulinmenge aus (ib. p. 297—8 und 305). Hammars'ten dagegen bestreitet (62 p. 23; 63 p. 16), dass das Globulin durch Kochsalz vollständig ausgeschieden werde und empfiehlt (im J. 1878) zur vollständigen Ausfällung desselben aus reinen Lösungen gepulvertes Magnesiumsulfat zuzusetzen (64 p. 431), um so mehr als weder Verdünnung mit Wasser und darauffolgende Einwirkung von Kohlensäure (ib. p. 432 und 436) oder Essigsäure (ib. p. 438) noch sogar Dialyse vollständige Fällung bewirke, obgleich die letztgenannte Methode die grössten Zahlenwerte ergebe (ib. p. 444; 65 p. 92). Hammarsten fand, dass Pferde-, Ochsen-, Menschen- und Hundeserum bei der Behandlung mit Kohlensäure am wenigsten Globulin ausscheiden, mehr mit Essigsäure und am meisten durch Dialyse (64 p. 445) (s. die Tabellen ib. p. 449 u. s. w.). Gleicherweise hatten Hammarsten & Stenberg (ib. p. 427—8) auch durch Sättigung mit Kochsalz bei 40° keine vollständige Fällung beobachtet. In Anbetracht dessen rät Hammarsten zur vollständigen Fällung des Globulins nicht nur aus dessen reinen Salzlösungen sondern auch aus Serum, letzteres mit Magnesiumsulfat zu sättigen (ib. p. 446), obgleich er diese Methode für nicht sehr genau und nicht immer zum Ziele führend hält, namentlich in Bezug auf Pferdeserum (64 p. 446; 65 p. 100); dies um so mehr als die Gegenwart von Serumalbumin (64 p. 418) sowie diejenige irgend welcher Lösungsmittel des Globulins, die er nicht genauer bestimmt hatte, auf die Fällbarkeit im Serum wirken (ib. p. 446). Trotz dieser Ungenauigkeit hält genannter Forscher sich an diese Methode und empfiehlt sogar bei der quantitativen Bestimmung des Globulins die Flüssigkeit mit gepulvertem Magnesiumsulfat zu sättigen, nach 24 Stunden den Niederschlag auf dem Filter zu sammeln, hierselbst mit einer gesättigten Lösung desselben Salzes so lange zu waschen, bis das Filtrat nicht mehr die Reaction auf Albumin giebt, dann den Niederschlag zu
‘) Indem Heynsius mit Kochsalz sättigte, fand Ochenserum giebt.... 1,33—1,38% (75p. 28) er, dass	Schafserum „	.... 1,39%
Ziegenserum „	----1,28% etc. (ib. p. 26).
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