﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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Globulin, denjenigen, der sich bei 70° ausscheidet, für Albumin, indem er dabei Hammarstens Angaben über die vollständige Fällbarkeit des Globulius durch .Magnesiumsulfat für unrichtig erklärt. Analoge Resultate erhielt Schäfer (147 p. 182) mit Ochsen-, Schaf-, Katzen- und Schweineserum (ib.). Um die vollständige Sättigung des Serums mit Magnesiumsulfat zu bewerkstelligen, unterwarf er es der Durch-schüttelung in Flaschen mittels der Excentrik *) einer Dampfmaschine, wonach er unter 65° im Filtrat schon keinen Niederschlag erhielt; dieser stellte sich erst bei 70° (ib.) ein. Ferner wiederholte Schäfer Denis’ Versuche, indem er vollkommen mit Magnesiumsulfat gesättigtes, folglich globulinfreies Serum und dann wiederum bi$ zur Sättigung Natriumsulfat in das Filtrat einführte; dabei erhielt er einen Niederschlag, der sich auf Kosten der vom Niederschlage zurückgehaltenen Salze in Wasser leicht löste. Die erhaltene Lösung liess sich weder durch Bittersalz noch durch Magnesiumsulfat einzeln genommen fällen, schlug sich aber vollständig bei aufeinanderfolgender Sättigung mit beiden nieder. Auch bei der Dialyse schied die Lösung keinen Niederschlag aus, wohl aber bei 70° und höher. Nach der doppelten Fällung mit den Salzen bildete sich bei 85° ein Niederschlag im Filtrat. Demgemäss nimmt Schäfer an, dass bei der Sättigung mit Magnesiumsulfat Globulin, bei der Sättigung der Mutterlauge Serin ausgeschieden wird, und dass danach Albumin in der Flüssigkeit zurückbleibt, obgleich Serin für gewöhnliches Albumin * 2), der in Lösung gebliebene Körper aber für einen von diesem verschiedenen Körper gehalten wird, da dessen Gerinnungstemperatur höher ist. Sodann findet Schäfer, dass dieser Körper in einer gesättigten Lösung beider Salze, folglich in einem jeden einzeln genommen löslich ist; doch ist dieser Körper jedenfalls nur in unbedeutender Menge vorhanden. Schäfer’s Arbeit erklärt den Umstand, dass Starke Fredericq’s Beobachtung gegenüber, dass das gesättigte Filtrat bei 60° einen Niederschlag ausscheidet, sich ablehnend verhält, und wird Starke’s Behauptung, dass, wenn sämmtliches Globulin sich wirklich ausgeschieden hat, bei 60° sich kein Niederschlag bildet, verständlich. Zur vollständigen Abtrennung des Globulins empfiehlt dieser Forscher seinerseits das Serum bei 30° zu sättigen und den Niederschlag bei derselben Temperatur abzufiltriren, um das Albumin auszuscheiden—das Filtrat bei 40° mit Natriumsulfat zu sättigen. Zur Reinigung wurde der Albuminniederschlag mehrmals aufgelöst und mit Salz (?) gefällt, dann mittels Dialyse von den Salzen befreit, und die Lösung dieses Niederschlags mit Alkohol behandelt; der nun erhaltene Niederschlag, über Schwefelsäure getrocknet und zu Pulver verrieben, löste sich leicht in Wasser auf, wobei der bei 110° getrocknete Niederschlag 0,57°/o— l,84°/0 Asche enthielt (166 p. 18). Die möglichst salzfreie Lösung eines solchen Albumins mit einem 1%—l,5°/0-igen Albumingehalt gerinnt bei 50° (nach Schmidt und Aronstein gerinnt sie garnicht). Was das Hühnereiweiss anbetrifft, so wird sowohl Fällung mit Magnesium- und Natriumsulfat als auch Filtration bei 20° vorgenommen, wobei das Eieralbumin, im Gegensatz zum Serumalbumin, äusserst schnell sich verändert, indem es in Wasser unlöslich wird, infolgedessen die
‘) Eine solclie Schüttelmascliine (Shakingma-eliine) ist im Katalog cler Geselschaft für die Fabrikation wissenschaftlicher Instrumente, Cambrige (1891, 25 p. 113) etc. ahgebildet.
2) „After the removal by filtration of the above second precipitate (of serine, the first being the serum-globulin precipitated by saturation with MgSCU alone), the filtrate which collected below was a beautiful crystalclear fluid, of a
bright yellow tint in serum from the horse, but
perfectly colourless in serum from the cat.........
It may therefore be concluded that the proteid-residue which is left in serum after the precipitation of serine by the double saturation with MgSO< and NasSCh is albumin, but it is apparently not the same as the ordinary serumalbu-min or serine“ (147 p. 184).
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