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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
dialysirten Flüssigkeiten bei 40°—50° getrocknet wurden; die Lösung eines solchen Eieralbumins mit 1%—3% Albumingehalt gerann bei 56°. Bemerken wir hier gleich,. dass diese Angaben über das Albumin von den von Aronstein und Schmidt (p. n. 133—35) aufgezeichneten sich bedeutend unterscheiden und im allgemeinen an den Charakter des Globulins erinnern. Hammarsten bestätigt (1882, 66 p. 457) die Angaben seines Schülers Starke, dass vollständige Fällung des Globulins aus dem Serum durch dessen Sättigung mit Magnesiumsulfat bei 30° (ib. p. 457) erreicht wird, und erwähnt an derselben Stelle der Fällung des Albumins durch Glaubersalz (ib. p. 458).
In dem Streit zwischen dem Globulin und dem Albumin um die quantitative Oberherrschaft in den proteïnhaltigen Flüssigkeiten bekommt, den Angaben und Behauptungen der späteren Autoren gemäss, das Globulin ein immer grösseres Uebergewicht nicht nur im Serum und im Eiweiss sondern auch in den übrigen proteïnhaltigen Flüssigkeiten. Indem Hofmann (81 p. 133) zur Bestimmung der allgemeinen Quantität der Prote'instoffe in der Ascitesflüssigkeit sich Schmidt’s und Puls’ Methode — Fällung mit Alkohol — und zur Bestimmung des Globulins in derselben Flüssigkeit der Fällung durch Magnesiumsulfat bis zur Sättigung, nach Hammarsten, bediente, fand er, dass das Verhältniss des Globulins zum Albumin in den meisten Fällen (19 unter 30) 1 : 1 übersteigt und 2,46 erreicht (81 p. 134—5). Die von Hofmann gegebenen Tabellen zeigen im allgemeinen kein beständiges Verhältniss zwischen dem Globulin und dem Albumin. Auch das Serum des Menschen, namentlich des gesunden, enthält stets Globulin im Übergewicht (ib. p. 139). Burkhardt (20 p. 322), der in Uebereinstimmung mit Weil für die charakteristischen Eigenschaften des Serumalbumins die Unfähigkeit durch verdünnte Säuren aus seinen Lösungen gefällt zu werden und die Fähigkeit in Wasser sich selbstständig zu lösen hielt (ib. p. 322), prüfte die Methoden der qualitativen und quantitativen Fällung des Globulins, nämlich: gleichzeitige Einwirkung von Kohlensäure und Essigsäure auf das verdünnte Serum, auch Dialyse und schliesslich Fällung durch Magnesiumsulfat, nach Hammarsten, und gelangte zu demselben Schlüsse wie letztgenannter Autor, dass durch Dialyse ein reichlicherer Niederschlag erhalten werde als durch das erste Verfahren. Bei der Fällung mit Magnesiumsulfat (Vermengung des Serums mit 5—6 Vol. einer concentrirten Bittersalzlösung und Einführung desselben Salzes, nach Hammarsten, bis zu völliger Sättigung) stellt Burkhardt sich die Frage, ob dabei „das sämmtliche Globulin“ oder „nur Globulin allein“ ausfällt, und ist geneigt die erste Formel anzuneh-men, da es schwer sei zu sagen, ob in den durch Magnesiumsulfat bewirkten Niederschlägen nur Globulin enthalten sei, obgleich Hammarsten versichert, dass dieses Salz bei keiner Temperatur und bei keiner Concentration Serumalbumin fällt. Burkhardt bemerkt ganz richtig, dass Hammarsten seine Schlüsse auf Grund der Eigenschaften der Mutterlauge zieht, die nach der Fällung des Serums gerade durch Magnesiumsulfat bei erhöhter Temperatur erhalten wurde, indem er alles, was im Filtrat zurückgeblieben war, für Albumin ansah (20 p. 323). Auch in einer andern Beziehung hat Burkhardt in seinen Schlüssen vollkommen Recht, da der durch Magnesiumsulfat in Serum, welchem mittels Dialyse der grösste Teil des Globulins, sagen wir, entzogen worden war, erhaltene Niederschlag, in Wasser gelöst, bei erneuter Diffusion trotz vollständiger Abtrennung des Magnesiumsulfats nicht mehr zu Boden fiel; es wurde in dem Dialysat sogar durch Kohlensäure und Essigsäure kein Niederschlag erhalten, während das Globulin, welches durch diese Säuren auf gewöhnliche Weise aus verdünntem Serum gefällt worden war, nach der Auflösung in Kochsalz mit einem Zusatz von Magnesiumsulfat auch bei der Dialyse