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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UNI) DES EIWEISSES.
des reinen dialysirten Albumins gerade mit der Gegenwart von Salzen verknüpft ist! p. n. 133—5); bei vorsichtiger Neutralisation der kochenden Flüssigkeit mit Essigsäure fällt das Globulin ebenso aus wie bei der Sättigung der Flüssigkeit mit Magnesiumsulfat (ib. p. 474). Um diese Aussage zu begründen, führt Ftammarsten Versuche an, welche deutlich zeigen, dass auch das so zu sagen typische Globulin in einer Salzlösung bei lange andauernder Dialyse nicht in seiner ganzen Masse 'ausfällt und der in der Flüssigkeit zurückgebliebene Teil die Eigenschaften des sog. dialysirhen Albumins besitzt (ib. p. 474—6). Das Resultat seiner Beobachtungen zu-sammeufassend, gesteht Hammarsten ein, dass es ihm niemals gelungen war, mittels Dialyse ganz reines Globulin (aus Pferdeserum bereitet) aus dessen Lösungen auszufällen *).
Diese Angaben und Schlüsse mit denjenigen über das sogenannte „salz- oder aschenfreie“ Albumin Aronstein’s und Schmidt’s vergleichend, kommen wir zu der Annahme, dass diese letzteren Forscher entweder die Eigenschaften des dialysirten Globulins beschrieben haben, oder dass die Eigenschaften des dialysirten Albumins und des dialysirten Globulins identisch sind und dass, Hammarsten nach, aus Aronstein’s und Schmidt’s dialysirtem Albumin jedenfalls nicht alles Globulin ausgeschieden war. Hammarsten’s letzte Arbeit ist gleichsam einzig zur Verteidigung dieses Satzes geschrieben! Der Unterschied scheint nur darin zu bestehen, dass das dialysirte Albumin selbständig, das dialysirte Globulin dagegen durch die Einwirkung eines unbekannten Lösungsmittels sich löst — denn wie könnte sich dessen Löslichkeit sonst erklären? — da, wie Hammarsten erklärt, gewöhnlich angenommen wird, dass Globulin in Wasser nicht löslich ist 2). Mit demselben Recht kann natürlich auch die Löslichkeit des Albumins auf Rechnung desselben unbekannten Lösungsmittels gesetzt werden. Thatsächlich besitzt jedenfalls dialysirtes salzfreies Globulin unstreitig dieselben Eigenschaften wie salzfreies Albumin, um so mehr als Schmidt, wie Hammarsten bekannt war, beobachtet hatte, dass frisch gefälltes Globulin sich in Wasser löst. Dass auch Hammarsten das für Globulin ansah, was für Albumin gehalten wurde, zeigen seine weiteren Untersuchungen (69 p. 480). So sieht er nicht nur die durch Magnesiumsulfat in dialysirtem Serum hervorgerufenen Niederschläge, die Burkhardt für Albumin hielt, für Globulin an, sondern entzieht noch selbst durch energische Handgriffe dem Proteïnstoff des Serums einen Teil, indem er ihn zum Schaden der Albuminmenge dem Globulin einverleibt. Im Gegensätze zu Burkhardt neutralisirte und versetzte Hammarsten das Serum stets mit viel Wasser: entweder vor der Dialyse—mit 3—4 Vol. und nach Beendigung derselben noch mit 5—6, oder von Anfang an mit 9 Vol. (69 p. 479). Nach der Dialyse und Verdünnung mit Wasser, wenn vordem nur 3—4 Vol. zugesetzt worden waren, wurde das Dialysat mit einem Kohlensäurestrom behandelt; dabei schied sich stets ein neuer Globulinniederschlag aus. welcher nach 12 Stunden abfiltrirt wurde. Einzelne Proben des Filtrats wurden mit Essigsäure oder Kohlensäure behandelt; wenn sich keine Niederschläge zeigten, so konnte man annehmen, dass das Dialysat globulinfrei war (ib. p. 482), alles Globu-
') „Wie wir aus dem nun Mitgetheilten ersehen, konnte also in keinem der mitgetheilten Versuche das gereinigte Paraglobulin durch Dialyse vollständig ausgefällt werden; und ich kann zufügen, dass eine ganz vollständige Ausfällung des gereinigten Paraglobulins (aus Pferdeblutserum dargestellt) mittels Dialyse bisher in keinem Falle mir gelungen ist“ (69 p. 477).
2) „Ich suchte diese Beobachtung durch die Annahme zu erklären, dass das Paraglobuiin (da es nach der gewöhnlichen Annahme in Wasser nicht löslich sein soll) von irgend einem Stoffe verunreinigt gewesen sei, der seine Löslichkeit in Wasser bei Abwesenheit von Alkalien oder Salzen vermittelte“ (ib. p. 474).