﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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nein Ansäuern, mit Ammoniumsulfat zu sättigen (ib. p. 159) und bemerkte dabei, dass die serösen Flüssigkeiten von den Protemkörpern vollständig befreit werden, der gewonnene Niederschlag aber die Fähigkeit behält, sich in destillirtem Wasser wieder aufzulösen *). Eine ebenso vollständige Fällung der Proteinkörper durch Ammoniumsulfat wird auch in der Milch erhalten (ib.p. 164).
Heynsius (80 p. 331) führte zahlreiche Versuche mit den in folgender Tabelle aufgezählten Salzen aus:
salpetersaures........ NH4—Na8—K —Ca—Mg—Ba
Chlor—................ id1 — id8 —id ‘—id3—id8
schwefelsaures........ NH54—Na1—K‘
saures schwefelsaures .. id5	—id4
essigsaures........... id	—id3
phosphorsaures........ id	—id
oxalsaures............ id
Rhodan—.................. id
schwefligsaures....... id5	(ib. p. 331—2).
Die Sättigung wurde in Kolben vorgenommen, die von Zeit zu Zeit umge-scliüttelt wurden. Nach 24 Stunden schritt Heynsius zur quantitativen Bestimmung des Niederschlags und fand, dass Serum und Eiweiss der Sättigung mit Salzen gegenüber sich gleichartig verhalten. Es erweist sich, dass die meisten Salze Serum und Eiweiss gar nicht fällen. Vollständige Fällung wird, nur durch schwefelsaures, saures schwefelsaures und schwefligsaures Ammonium hervorgerufen, was in unsrer Tabelle mit einer „5“ an der entsprechenden Base bezeichnet ist; die Ziffer „4“ bedeutet beinahe vollständige Fällung, „3“—starken Niederschlag, „2“—Flocken und „1“—Trübung; wo gar keine Fällung erfolgte, fehlt bei . den entsprechenden Basen der Exponent.
Die unter diesen Umständen erhaltenen Niederschläge sind in Wasser löslich, wobei die Lösungen bei der Dialyse nur einen Teil des Proteünstoffes, den sie enthalten, ausscheiden. Der durch Chlorcalcium enthaltene Niederschlag ist in Wasser nicht löslich.
Die vollständige Fällung aller Proteinkörper aus dem Serum und dem Eiweiss bei der Sättigung derselben mit neutralem Ammoniumsulfat ist, wie Heynsius sagt, eine auffallende Erscheinung. Die Reaction übt keinen Einfluss aus: er beobachtete vollständige Fällung der Proteünsubstanzen des Serums, sei es, dass er etwas Alkali oder etwas Säure zusetzte (80 p. 333). „Jedenfalls“, fährt Heynsius fort, „ist hiermit aller Grund verschwunden, den Teil der Eiweissstoffe des Blutes, der nicht durch NaCl und Dialyse, sondern nur durch MgS04 niedergeschlagen wird, zum Globulin zu rechnen. „Man wird einen Eiweissstoff hinfort nur dann den Globulinen zuzählen können“, zieht Heynsius aus Obigem den Schluss, „wenn er aus seinen Lösungen in Salzen nicht nur durch Sättigung mit dem Salze niederschlagen wird, sondern auch nach Entfernung desselben sich als in Wasser unlöslich erweist“ (80 p. 333). Fast zu derselben Zeit empfiehlt Michailoff (1884. 117 p. 175) Mehu’s Fällungsmethode, verbindet sie aber mit Dialyse wie Heynsius (80 p. 333). Er rät
‘) „La saturation d’un liquide séreux par le s u 1 fate d’ammoniaque entraîne la séparation des substances albumineuses qu’il i’enfer-me. On peut rechercher dans le liquide filtré certains principes solubles, le sucre, par exem-
ple, non précipitables par le réactif. Le précipité albumineux est soluble dans l’eau distillée, ce qui peut, dans certains circonstances rendre ce moyen de séparation très précieux“ (114 p. 164).