﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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gungsmethode mit einem Salze, die wir Methode der einfachen Sättigung nennen wollen, wurde das obengenannte Verfahren von Halliburton (61 p. 174) Methode der doppelten Sättigung1) genannt. Denis, der diese Methode zuerst einführte, war auch der erste, der sich ihrer bediente (p.n. 115—7). Nach der Sättigung des Serums mit Magnesiumsulfat und dem Abfiltriren der Niederschläge wurde bei 50° das Filtrat mit Natriumsulfat gesättigt, wobei der Niederschlag, wie Denis meint, unter der Einwirkung der von demselben zurückgehaltenen Salze in Wasser sich löste. Desselben Verfahrens bedienten sich fast zu derselben Zeit Schäfer (p. n. 147) und Starke (p. n. 147—8). Ersterer erwähnt nicht, ob er auch den Einfluss der Temperatur zu Hilfe zog, letzterer führte die Fällung mit Magnesiumsulfat bei 30° aus und behandelte das Filtrat mit Natriumsulfat bei 40°. Beide Forscher fanden, dass der Niederschlag nach der zweiten Sättigung wasserlöslich war und von Salzen wieder gefällt wurde.
Eine weitgehendere Anwendung in Bezug auf die Salze fand diese Methode in Halliburton’s Arbeit (61 p. 174). Da er, gleich Hammarsten und Schäfer, annahm, dass Magnesiumsulfat das sämmtliche Globulin und n u r das Globulin fällt (61 p. 173), so sättigte er die zu prüfende Flüssigkeit mit Magnesiumsulfat (ib. p. 174) und dann erst das Filtrat mit einem andern Salze, wobei Halliburton vollständige Fällung bei der Sättigung des Filtrats z. B. mit Natriumsulfat erzielte. Zu diesem Zwecke war es nicht einmal nötig, die Sättigung bei 50° vorzunehmen, wie Denis rät; 9-stüudiges Schütteln mittels der Excentrik genügte, so dass das Filtrat nicht einmal die Xantoproteïnreaction gab. Analoge Resultate erhielt Halliburton bei Versuchen mit Pferde-, Ochsen-, Katzen-, Kaninchen-, Hunde- und Schafserum und auch mit serösen Flüssigkeiten (61 p. 178). Der Albuminniederschlag löste, sich in Wasser und konnte durch Sättigung entweder mit Magnesiumsulfat oder mit N a t r i u m s u 1 f a t daraus wieder ausgeschieden werden; doch wird vollständige Fällung nur durch gleichzeitige Sättigung mit beiden Salzen erreicht2). Aus der wässerigen Lösung des secundären Niederschlags werden mit einem Salze gar keine Niederschläge ausgeschieden: doch erfolgt in einer solchen Lösung (ib. p. 178) bei der Sättigung mit Natr u mmagnesiumsulfat [Mg Na4 (S04 ) 6 H, 0] schnell vollständige Fällung (ib. p. 181). Ein gleiches Verhalten sehen wir auch in Bezug auf Natriumnitrat: bei 28—38-stündigem Umschütteln fällt auch dieses Salz, nachdem alles Globulin durch Magnesiumsulfat entfernt worden ist, das Albumin vollständig (ib. p. 183). Auf gleiche Weise scheint sich auch Iodkalium zu verhalten (ib. p. 189). Vollständige Fällung wird auch mittels doppelter Sättigung mit Chlornatrium und Natriumsulfat erreicht, und schlagen sich hier, wie auch früher, die Protemsubstanzen unverändert nieder (ib. p. 191). Es ist interessant, dass Natriumacetat, welches bei der Sättigung des Serums das Globulin vollständig auscheidet, bei doppelter Sättigung mit Magnesiumsulfat vollständige Ausscheidung auch nicht bewirken kann (ib, p. 189). Dasselbe kann auch von Natriumcarbonat gesagt werden: zur gänzlichen Fällung des Globulins muss das Gemenge 20 Stunden lang umgeschüttelt werden (ib. p. 189—90).
Die Resultate der Einwirkung von Salzen auf die protemhaltigen Flüssigkeiten liefern den unmittelbar Beweis dafür, dass wie das Globulin so auch das Albumin, der früher herrschenden Meinung zuwider, die Fähigkeit besitzt von Salzen gefällt
') „I adopted a method of double saturation, ted by either magnesium sulfate or sodium sul-or„saturation with two salts“ (61 p. 174).	fate, but by double saturation with the two salts
2) „. . . it can be dissolved by adding water. it can be completely reprecipitated“ (ib. p. 178). From this watery solution it can be précipita-