﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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schäften einer „dialysirten Albuminlösung“ aufweisen. Nach der Entfernung der Salze mittels Dialyse bleibt das Globulin in Lösung, wobei dessen Lösungen anfänglich ganz klar sind und eine stark alkalisch reagirende Asche hinterlassen; aber allmälig wird der Alkaligehalt der Asche geringer, infolgedessen auch in diesen Globulinlösungen dieselben Veränderungen zu Tage treten wie in den Lösungen des typischen „dialysirten Albumins“, welches auf das sorgfältigste nach Aronstein’s, Schmidt’s, Ham-marsten’s u. a. Anweisungen bereitet wird.
Nehmen wir z. B. Magnesiumsulfat. Um den ersten Niederschlag zu erhalten, sättigen wir das Serum bei gewöhnlicher Temperatur; nachdem der Niederschlag abfiltrirt ist, sättigen wir, um den zweiten Niederschlag zu erhalten, das Filtrat bei 35°. Bei der Dialyse sowohl der Lösungen des ersten und zweiten Niederschlags als auch der Mutterlauge finden wir in diesen Flüssigkeiten keinen Unterschied, besonders wTenn durch Zusatz von destillirtem Wasser das sp. G. derselben ausgeglichen und dadurch nebst den übrigen mehr oder weniger analogen Umständen den Anforderungen der Methode der gleichen Bedingungen, deren Beschreibung wir weiter unten geben, genügt wird. Andererseits entsprechen die Eigenschaften der erhaltenen Flüssigkeiten vollkommen den Eigenschaften von Aronstein’s und Schmidt’s dialysirter Albuminlösung.
Mit Ammoniumsulfat gelingt es mehrere Niederschläge zu erhalten und die Proteünsubstanzreste vollständig auszuscheiden; dabei stellen die Lösungen aller dieser Niederschläge unter mehr oder weniger gleichen Bedingungen nach längerer oder kürzerer Dialyse Flüssigkeiten vor. welche anfänglich unter der Einwirkung von Alkohol, Aether. Wärme, nicht gerinnen, später aber die Eigenschaft gewinnen von Aether, Alkohol und dergleichen gefällt zu werden. Im allgemeinen besteht zwischen ihnen kein oder nur ein sehr geringer Unterschied; sowohl die Lösung des ersten Niederschlags als auch des letzten (des Albumins) kann ihren Eigenschaften nach mit Sicherheit als eine Albuminlösung angesehen werden!
4. F ä 11 b a r k e i t des „d ialysir ten Albumins“ durch Salze. Wenn in den beschriebenen Fällen das Globulin mit dem „Albumin“ identificirt werden kann, so führt die umgekehrte, wenn man sich so ausdrücken darf, Anordnung der Versuche zu demselben Satze, dass die von einigen Autoren für selbständige Körper angesehenen, „Globulin“ und „Albumin“ genannten Präparate der pro-temhaltigen Flüssigkeiten in ihren Rcactionen identisch sind.
Man sollte glauben, dass Hammarsten’s Beweisgründe zu Gunsten des Unterschiedes zwischen dem „Globulin“ und dem „Albumin“, die auf der Fällbarkeit der Globulinlösungen durch Magnesiumsulfat und auf der Unfällbarkeit der dialysirten Albuminlösung (p. n. 147) durch dasselbe Salz beruhen, eine wesentliche Bedeutung haben müssten; nimmt man jedoch einen weiteren Kreis von Kenntnissen zu Hilfe, so muss man gestehen, dass dort gegen das Princip der gleichen Bedingungen in hohen Maasse verstossen wurde! Alles, was durch Einwirkung von Magnesiumsulfat sich niederschlug, hielt Hammarsten für Globulin, wobei der erhaltene Niederschlag nach der Auflösung in Wasser von Bittersalz wieder gefällt wurde, während das Filtrat des Serums, nachdem das Globulin ausgeschieden war, nach der Dialyse und Eindickung bis zu dem anfänglichen Volum des benutzten Serums, das Dialysat — die eingedickte Albuminlösung—bei der Sättigung mit Magnesiumsulfat keinen Niederschlag auschied! Es erfolgte keine Fällung sogar in dem Falle, wenn das Dialysat nach der Eindickung bis 11V/0 (!) Albumin in Lösung hielt.
Abgesehen davon, dass hier der Vergleich unter nicht analogen Bedingungen stattfand und dass auch schon Burkhardt ganz entgegengesetzte Beobach-