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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UI1N DES EIWEISSES.
tungen (p. n. 147) anflihrt, welche für die Fällbarkeit des dialysirten und dann eingedickten „Albumins“ durch Sättigung mit Magnesiumsulfat zeugen, wagen wir es, auf unsre zahlreichen und dabei verschiedenartigen Beobachtungen hin, fest zu behaupten, dass das dialysirte Albumin von Salzen gefällt wird. Wir behaupten, dass nach der Ausscheidung des Globulins aus dem Serum und dem Hühneiweiss sowohl durch Verdünnung mit Wasser bei gleichzeitiger Einwirkung von Kohlen- und Essigsäure, als auch nach der Sättigung mit Magnesiumsulfat bei 30—40° und darauffolgender Dialyse der Filtrate, die erhaltenen D i a 1 y-s a t e, w i e w e n i g oder lange d i e D i a 1 y s e auch gedauert habe, bei der Eindickung der Lösung nicht nur bis zu dem 11% igen Gehalt an Protemsubstanz, sondern auch bis zu dem anfänglichen sp. G. oder sogar Volum, „da& salzfreie Albumin“ aus dem Serum, und auch aus dem Eiweiss bei der Sättigung nicht nur mit Magnesiumsulfat sondern auch mit Chlornatrium und anderen Salzen ohne Ausnahme Protemsubstanz nicht nur bei 30°, sondern auch bei gewöhnlicher Temperatur ausscheiden. Ausserdem geben solche Präparate bei Ansäuern mit Essigsäure und nachfolgender Verdünnung mit Wasser und Durchleitung von Kohlensäure Niederschläge, welche sich vom „Globulin“ durch nichts unterscheiden.
Wie gross auch unser Wunsch war, ein dem von Hammarsten beschriebenen analoges Präparat zu erhalten, um dasselbe zu untersuchen und eine Erklärung für die Unfällbarkeit der Dialysate bei der Sättigung mit Magnesiumsulfat zu finden, gelang es uns nicht, ein solches darzustellen; infolgedessen sind wir nicht im Stande zu erklären, aus welchem Grunde Hammarsten bei der Sättigung mit Magnesiumsulfat, sogar bei einem Gehalt der Lösung an 11% Protemsubstanz keinen Niederschlag erhielt. Wir können uns nicht einmal eine Vorstellung von dem Irrtum machen, der Hammarsten zu einer Beobachtung geleitet hat, die mit allen Eigenschaften derartiger Lösungen im Widerspruch steht! Im allgemeinen stellen die wässerigen Lösungen irgend welcher im Serum oder Eiweiss durch Sättigung mit Chlornatrium (gereinigtem), Magnesiumsulfat, Ammoniumsulfat ausgeschiedenen Niederschläge nach kürzerer oder längerer Dialyse solche Flüssigkeiten vor, die sich der Sättigung mit Salzen gegenüber ebenso wie „das dialysirte Albumin“ verhalten: sowohl diese als jene scheiden bei der Eindickung bis zu dem sp. G. z. B. des Serums und der Sättigung mit neutralen Salzen der Alkalien und alkalischen Erden ohne Ausnahme bei gewöhnlicher Temperatur Niederschläge aus; bei 30° geht die Fällung nicht nur schneller sondern auch vollständiger von statten. Zu ähnlichen Resultaten führen die Beobachtungen der sich bei gleichzeitiger Behandlung proteinhaltiger Flüssigkeiten mit Salzen und verhältnissmässig geringen Quantitäten von Säure bildenden fractionnirten Niederschläge.
Um in solchen Fällen mehrere aufeinanderfolgende Niederschläge zu erhalten, säuert man die proteinhaltigen Flüssigkeiten bis zur sauren Reaction an oder sättigt sie mit einem Salze (Chlornatrium, Magnesiumsulfat), worauf sie im ersten Falle allmälig mit einem Salz gesättigt, im zweiten — angesäuert werden. Die in beiden Fällen getrennt erhaltenen einzenen Portionen der Niederschläge verhalten sich ganz analog. Die sowohl bei fractionnirter als auch bei vollständiger Fällung erhaltenen ab-filtrirten Niederschläge gehen, nachdem die Säure neutralisirt wurde, bei dem Verreiben mit Wasser und Aetznatronlösung im Mörser in Lösung über. Wenn die Lösungen sowohl der allgemeinen als auch der teilweisen (fractionnirten) Niederschläge auf ein und dasselbe sp. G. gebracht sind, so geben alle die gewöhnlichen da& Globulin charakterisirenden Reactionen!
Noch überraschendere und zugleich lehrreichere Resultate liefert die Unter-