﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DÈS ÈIWÈISSEg.
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sigkeiten mit dem Eiweiss zu bedienen, die vor ihm und noch einige Zeit nach ihm tierische Säfte, Oele, Schleim, F e u c h t i g k e i t (50. p. 313; 124 p. 522, 352, 206; 68 p. 198, 208), hauptsächlich aber gerinnbare Lymph e (119 p. 38—9)—Ly mp ha coagulabilis, Ly mph a animalis oder sogar tierische Materie, tierische Substan z—s ubstance ou matière animale (149 p. 27—8; 102, p. 159; 101 p. 540; 119 p. 11; 54 p. 715)—u. dergl. genannt wurden. Unter diesen Namen begriff man überhaupt alle durchsichtigen farblosen Flüssigkeiten tierischen Ursprungs, welche die Eigenschaft besitzen sich mit Wasser zu vermischen und, zum Unterschiede von den leimartigen Substanzen (gelée animale, tierischer Leim), beim Kochen oder durch Einwirkung von Säure sich niederzuschlagen (101 p. 160, 540; 54 p. 817). Zu denselben rechnete z. B. Thouvenel (1777,149 p. 22) das Eiweiss, das Serum, die durch Auspressen verschiedener „weicher Theile“ des Organismus erhaltenen Flüssigkeiten, die eigentliche Lymphe (des Milchbrustganges) die Amnionflüssigkeit, die liydropische Flüssigkeit, die Herzbeutelflüssigkeit, die Gehirnflüssigkeit, die Flüssigkeiten mancher Geschwülste und diejenigen des Auges. Ausserdem rechnet Gmelin (1789, 62 p. 726) noch die Tränen, die Flüssigkeiten der Brusthöhle und der Gelenke, den Nasenschleim u. s. w. dazu.
Unter allen genannten albuminösen Flüssigkeiten verdienen besondere Beachtung das Hühnereiweiss und das Blutserum.
Die Ueberzeugung, dass diese Flüssigkeiten ganz identisch l) sind, veranlasst Fourcroy das Serum nicht nur albumin öse Materie, Substanz, Flüssigkeit (matière substance oder fluide albumineux—46 p. 41; 50 p. 309; 47 p. 254—5), sondern sogar einfach—albumen, Eiweiss, (47 p. 254—5) zu nennen, wobei er diese Benennung übrigens auf alle protemhaltigen Flüssigkeiten überträgt (49 p. 11).
Unter dem Worte „albumen“, sowie auch unter den Benennungen „matière“ oder „substance“, verstand Fourcroy dasselbe wie unter dem Ausdruck „lymphe coagulable“ u. dergl. oder, richtiger gesagt, Maquer 3), Rouelle 2), Fourcroy, sowie Boerhaav sahen das Serum und das Eiweiss für eine besondere Substanz oder einen selbständigen Körper 3) an. Indessen finden wir schon bei Neumann (1753, 114 p. 505) solche Ausdrücke, wie „Albuinen oder die Substanz des Eiweisses“, was im Gegensatz zu Boerhaav’s Meinung, mit der allgemeinen Ansicht Neumann’s übereinstimmt, dass das „albumen ovi“ ein Gemisch von Substanzen sei, wobei Neumann die Bestandteile des Eiweisses aufzählt. Das soeben Gesagte zeigt, dass, wenn Neumann den Begriff „Eiweiss“ auch zergliedert, er das Wort „albumen“ bald für das ganze Eiweiss, bald nur für den uns interressirenden Teil desselben gebraucht; dagegen spricht sich Hewson und nach ihm Fordyce mit um grösserer Bestimmtheit über die Gegenwart einer besondern, nach Hewson’s Ausdruck, schleimigen Substanz—mucilaginous substance 4), nach Fordyce’s—coagulable matter (1791, 44 p. 4)—
*) Fourcroy z. B. spicht sich im Jahre 1782 und im Jahre 1794 ganz ähnlich aus: „Le blanc d’oeuf est absolument de la même nature que la lymphe (sérum) du sang (45 p. 817; 50 p. 460).
s) „Les principales matières lymphatiques sont; la sérosité du sang, le blanc d’oeuf et, suivant l’observation de M. Rouelle, l’eau des hydropiques“ (101 p. 542).
*) „Le sérum est bien éloigné d’être de l’eau pure, c’e s t une matière particulière, très importante à considérer, et à laquelle nous donnons le nom de lymphe“ (1782, 45 p. 715;
ebenso 1788, 46 p. 41; 1789, 47 p. 254) oder: „Le sérum est bien éloigné d’être de l’eau pure; c’est une matière très importante à considérer et à laquelle nous donnons le nom de fluides albumineux (50 p. 309), oder, indem er das Hühnereiweiss beschreibt: Telles sont les propriétés qui caractérisent la substance albumineuse (ibj.
4) „When chemically examined the serum is found to consist of a mucilaginous substance, which is dissolved in a water that contains a small quantity of neutral salts“. (1772, 76 p. 135).
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