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DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
len ab sieht (ib. p. 135—186), wo eigentlich der Trockenrest des Eiweisses ver=-schiedener Vogelarten *) angeführt ist. Ob sie das Eiweiss aller dort genannten Vögel, oder nur einiger oder einer noch grösseren Anzahl untersuchten, ist nicht gesagt. Was die genannten Autoren scheinbar nicht bemerkt hatten, war Jahn’s Beobachtung schon im Jahre 1844 (83 p. 259) nicht entgangen. Erfand, dass das Eiweiss der Haustaube um das Dotter herum beim Kochen eine durchsichtige Gallerte bildet 1 2). Hach Berichten, die Jahn gesammelt hatte, zeigt das Eiweiss des Kibitzes und der ägyptischen Taube dasselbe Verhalten in der Wärme. Sogleich nach Jahn muss Davy (29 p. 253—4) genannt werden, der im Jahre 1863 zeigte,-dass das Eiweiss des Hähers, des Rohrsängers, des Zaunkönigs, des Rotkehlchens, der Drossel, des Stars und der Taube in der Wärme erhärtet, aber durchsichtig bleibt. In der Folge fand Tarchanoff, ohne mit den Arbeiten seiner Vorgänger, Frémy & Valanciennes und Davy ausgenommen, bekannt gewesen zu sein, auf Grund seiner Untersuchungen (145 p. 303) der Eier folgender Familien: I. unter den Hühnerarten: des Haus-liuhns und des Feldhuhns; II. unter den Taubenvögeln: der Haustaube; III. unter den Strandläufern: des Wachtelkönigs und IV. unter den Sperlingsvögeln: der Drossel, des Goldammers, des Kanarienvogels, des Finken, des Rotschwanzes, der Uferschwalbe, des Dompfaffen, der Krähe (144 p. 74—75), dass das Eiweiss der von ihm untersuchten Eier der Sperlingsvögel beim Kochen eine glasähnlich - durchsichtige, zuweilen ein wenig opalescirende Masse bildet; deshalb wird dieses Eiweiss g 1 a s ä h n-lic h gallertartiges genannt 3) zum Unterschiede von demjenigen des Huhnes, der Taube und des Wachtelkönigs, welches beim Kochen weiss und undurchsichtig wird. Frische 'Taubeneier bilden eine durchsichtige Gallerte, haben sie aber gelegen—eine weisse (145 p. 320). Tarchanoff hat überhaupt beobachtet, dass je länger das Ei gelegen hat und die Entwicklung des Keimes vorgeschritten ist, desto mehr das Eiweiss der Sperlingsvögel dem Hühnereiweiss ähnlich wird. Auf Grund dieser Beobachtungen 4) teilte Tarchanoff das Eiweiss der Vögel in zwei grosse Categorien: das Eiweiss der Nesthocker und dasjenige der Nestflüchter ein; ersteres bildet beim Kochen eine durchsichtige Gallerte, letzteres eine weisse, undurchsichtige. Diese Einteilung entbehrt der praktischen Bedeutung, da zwischen diesen zwei Gruppen Uebergangsfonnen vorhanden sind.
1)	„Moineau, mésange, pie, faisan argenté, faisan commun, buzarcl cendré, ibis sacré, pigeon, canard de barbarie, oie de Guinée, traquet, rossignol, bruant, merle, roitelet, grisette, babillarde fauvette, cygne, poule, tarier, fauvette à tête noire“ (57 p. 133,135, 136).
2)	„Den auffallendsten Unterschied bietet es gegen Hühnereiweiss darin dar, dass es beim Kochen der Eier zwar gerinnt, aber nicht fest wird, sondern, einer durchsichtigen Gallerte gleich, das Eigelb umgiebt....“ (83 p. 259).
3)	Tarchanoff schlägt vor, dieses von dem Hühnereiweiss „sehr verschiedene“ Eiweiss verkürzt „Tata“, dem abgekürzten Namen eines vierjährigen Mädchens, zu benennen, welches diese Art Eiweiss entdeckt (!) haben soll (144p. 71). Bemerken wir gleich, dass gar keine Notwendigkeit vorliegt, dieser durchsichtigen Gallerte einen besondern Namen zu geben, da, wie wir sehen werden, jedes Eiweiss in ein glasähnliches verwandelt werden kann, ohne dass man Alkalien
oder Säuren verwende, blos durch Handgriffe,
welche die Hauptbestandteile des Eiweisses in dieser Beziehung garnicht verändern. Ausserdem war es nicht das Kind „Tata“, welches eine solche Gallerte zuerst beobachtete; man hatte es schon früher gekannt, gesehen und sogar aus Hühnereiweiss und Serum, wie wir weiter unten sehen werden, zu bereiten verstanden. Ebenso ermangelt auch die von Tarchanoff für das Eiweiss der Sperlingsvögel vorgeschlagene Benennung „Proto-albumin“, auf Grund von Betrachtungen (nicht factischer Thatsachen), die ihn dazu geleitet haben,, nämlich dass dieses Eiweiss für einen besonderen Eiweisskörper, welcher der Entwicklung (!) des wahren Eiweisses vorangeht (!), anz u-sehen sei, jeglicher Bedeutung. In diesem Sinne könnte dann das Tata-E iw e i s s (!) Eier-protoalbumin (?!) benannt werden (144 p. 77 u. 78).
4)	Was die Eier der Truthühner, Enten, Gänse anbetrifft, so führt zwar Tarchanoff diese Yögel an,, um das Wort Nestflüchter zu erklären, erwähnt aber nicht, ob er die Eier derselben untersucht hat.