﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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Wie Tarchanoff’s Beobachtungen über das Eiweiss verschiedener Vögel, so haben mir auch meine eigenen gezeigt, dass dasselbe in allen Fällen beim Erhitzen bis 100° in Gestalt einer durchsichtigen oder undurchsichtigen Gallerte erhärtet. Ich untersuchte das Eiweiss *) folgender Arten.
I.	Hühner arten.
1)	verschiedene Gattungen russischer
Hühner.
2)	Truthühner
3)	Perlhühner.
4)	Wachteln.
II.	Taubenvögel.
1)	Haustauben.
2)	Turteltauben.
III.	Schwimmvögel.
1)	Gänse
2)	Hausenten.
IV.	Sperlingsvögel.
1)	Krähen.
2)	Elstern.
3) Dohlen.
Schwarze Amseln
5)	Graue Amseln
6)	Stare
7)	Sperlinge.
8)	Zeisige.
9)	Rohrsänger.
10)	Naclitigalen.
11)	Lerchen.
12)	Schwarzköpfchen.
13)	D orfschwalben.
14)	Kohlmeisen.
15)	Stieglitze.
16)	Kornkrähen.
V. Haubvögel. 1) Bienenfalken.
Das Eiweiss aller Sperlingsvögel bildete in allen Fällen, ohne Ausnahme, bei der Erhitzung bis auf 100° eine durchsichtige oder schwach opalescirende Gallerte. Rechnet man noch dazu vier Arten, die ich nicht untersucht habe, die aber bei Tarchanoff angegeben sind, so giebt das Eiweiss von 20 Arten Sperlingsvögel eine durchsichtige Gallerte. Das Eiweiss mehrerer darunter wurde von Frémy & Valanciennes für in der Wärme „ungerinnbar“ erklärt. Im Gegensatz zu diesen Autoren fand ich, dass auch das Eiweiss des Bienenfalken, gleich demjenigen der Sperlingsvögel, beim Erhitzen eine durchsichtige Gallerte bildet. Die von Frémy & Valanciennes gefundene „Ungerinnbarkeit“ des Eiweisses der Sperlingsvögel lässt sich dadurch erklären, dass er es unmittelbar nach dem Kochen beobachtete, als es noch nicht ganz das gallertartige Aussehen hatte, was bei solchen Flüssigkeiten, welche durchsichtige Gallerte zu bilden geneigt sind, leicht vorkommt. Uebrigens bieten Frémy & Valancienne’s Angaben im allgemeinen nichts Unwahrscheinliches, da bei einem gewissen Grad der Verdünnung mit Wasser das Eiweiss der hüliner-und taubenartigen Vögel und der Schwimmvögel nicht nur keine Gallerte bildet, sondern überhaupt die Fähigkeit einbüsst durch Wärme gefällt zu werden. Frémy & Valanciennes’s Untersuchungen (57 p. 139) zufolge, kann, gleich dem Hühnerei-weiss, auch das Eiweiss anderer Hühnerarten bei der Verdünnung mit einer „bedeutenden Menge Wasser“ durch Wärme nicht mehr gefällt werden. Die geringste Verdünnung für das Hühnereiweiss ist bei Scheele (p. n. 68) angegeben; bei 10-fa-cher Verdünnung gerinnt das Eiweiss beim Kochen nicht.
’) Ich spreche hier meinen aufrichtigsten Dank land einheimischer Wiesenvögel, mit denen er Herrn Dr. P. P. Feodoroff aus für die bedeutende die Liebenswürdigkeit gehabt hat mich zu Versammlung frischer Eier verschiedener in Russ- sorgen.