﻿I)AS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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endlich durch nacheinander folgende Bearbeitung mit Alkalien und Säuren 1). Solch ein „geronnenes“ Albumin ist weder in Salzlösungen noch in Aether und Alkohol löslich, löst sich aber in Säuren und Alkalien von entsprechender Concentration und in genügender Menge (ib. p. 20 u. 28). Indem Denis auf diese Weise die Beobachtungen seiner Vorgänger in Bezug auf die Löslichkeit des geronnenen Albumins in Alkalien und Säuren bestätigt, zieht er eine scharfe Grenze zwischen dem g e~ fällten uncoagulirten und dem gefällten coagulirten Albumin und behält für letzteres die Benennung „coagulée“ — „geronnenes“ — wobei der Hauptunterschied von ersterem dessen Unlöslichkeit in Salzlösungen ist2). Doch ist nur frischgefälltes Albumin in Salzlösungen Alkalien und Säuren löslich (1842, 33 p. 51).
Im allgemeinen betrachtet Denis 13) das Serum und Eiweiss als ein Gemenge von Verbindungen des Albumins mit Alkalien und Salzen und nimmt auf Grund dieser Lehre endlich 14) sowohl im Serum als im Eiweiss und auch in den andern protein-haltigen Flüssigkeiten nur eine Art Albumin an, indem er auch das Fibrin in diesen Begriff sclüiesst (32 p. 17)
Um gerecht zu sein, müssen wir jedoch sagen, dass, Denis, in einem gewissen Sinne, Vorgänger gehabt hatte, von denen er keine Ahnung hatte. Thouvenel führte schon im Jahre 1777 (171 p. 31) den Beweis, dass man nach Wunsch Albumin in „geronnenem“ oder „ungeronnenem“ Zustande aus den proteinhaltigen Flüssigkeiten auscheiden könne: wenn diese Flüssigkeiten mit concentrirten Säuren neutralisât werden, so erhalte man Niederschlage von „geronnenem“ Albumin, während schwache Säuren beim Neutralismen „ungeronnenes“ Albumin fällen, wenn auch nur deshalb, weil der Niederschlag in destillirtem Essig löslich sei u. s. w.3). Denselben Gedanken spricht auch Thénard (168 p. 106; 169 p 361) aus, obgleich weniger bestimmt: mit Wasser verdünnte Säuren erzeugen in proteinhaltigen Flüssigkeiten einen andern Niederschlag als die Einwirkung von Wärme. Der durch Säuren bewirkte Niederschlag reisst auch Säure mit sich fort, nach deren Neutralisation durch Alkalien, derselbe sich wieder auflöst. Weniger bestimmt ist Fourcroy’s Ausspruch: angesäuertes Wasser bewirkt. im Blutserum das Entstehen eines Niederschlags (47 p. 142; siehe auch p. n. 79).
Zu Denis’ Vorgängern, sofern es die Fällung der proteinhaltigen Flüssigkeiten durch Wasser und Säuren (p. n. 79) betrifft, ist auch Sclmaubert (161p. 77) zu rechnen; derselbe fand, dass die „filtrirte Flüssigkeit mit verdünnter Salpetersäure einen häutigen, käsigen Niederschlag gab“.
Diese zufälligen Angaben setzen Denis’ Verdienste und die Bedeutung seiner Arbeiten nicht im mindesten herab. Trotzdem findet er gleich am Anfang
‘) „Au contraire, elle est coagulée, si Ton soumet, soit cette albumine globulaire, soit cette albumine fibrineuse, à l’action du feu, de l’alcool, et aux réactions successives des acides et des alcalis (ib. p. 25). Les caractères principaux de l’albumine coagulée sont, comme on le voit, cette friabilité et ce défaut d’élasticité,lorsque sa substance est gonflée d’eau, joints à l’impossibilité d’être attaquée par les solutions de certains sels neutres. Lorsqu’on chauffe une solution saline ou salino — alcaline albbumineuse, ou qu’on la soumet à de l’alcool, à des acides, etc., l’albumine passe à l’état incoagulable, et cesse de pouvoir rester en dissolution; elle devient insoluble et se précipite“ (ib. p.27).
2)	„L’albumine coagulée est insensible à l’action des sels qui dissolvent l’albumine incoagulée“. (ib. p. 29).
3)	„Pour retirer la matière albumineuse dissoute dans ces différentes liqueurs, je les ai saturées avec des acides. Lorsque j’y en ai employé de forts, la matière albumineuse a été précipitée & coagulée en même temps; mais avec les faibles, par exemple l’acide du vinaigre, le précipité n’a été nullement coagulé, quoiqu’il eut récupéré sa condition albumineuse. Car l’ayant séparé et fait dissoudre dans le vinaigre distillé, et ensuite exposé aux mêmes épreuves que la matière albumineuse récente, il a donne des résultats tout à fait semblables“ (171 p. 81).