﻿96
DAS GLOBULIN BES BLUTSERUMS UND' BES EIWEISSES.
Flüssigkeit sich wieder abspaltetJ)- Den Niederschlag sieht Berzelius für coagulirtes Albumin an.
Das, was Berzelius lösliches Albumin (14 p. 32) nannte, hatte Denis schon im J. 1830 (30 p. 101) erhalten und erhielt es auch nach Berzelius’ Einwürfen. Um aus protemhaltigen Flüssigkeiten einen wasserlöslichen Trockenrest von Serum oder Eiweiss zu erhalten, empfiehlt Denis (33 p. 38) das Blutserum unmittelbar, das Hüh-nereiweiss aber nach Verdünnung mit dem gleichen Volum Wasser und Bearbeitung mit Aether bei nicht über 50°, zu trocknen. Der erhaltene Trockenrest ist es, der noch der Auflösung in Wasser das Berzelius’sche lösliche oder flüssige Albumin, oder, wie es von Denis genannt wird, das „lösliche, uncoagulirte oder flüssige Albumin“ vorstellt* 2). Hier wird aber das Albumin nicht im freien Zustande sondern in Verbindung mit Alkalien und Salzen erhalten, dementsprechend, behufs Dartellung von freiem aber uncoagulirtem Albumin, die Flüssigkeit neutralisirt werden muss; da aber reines, uncoagulirtes Albumin in Salzen löslich, in reinem Wasser unlöslich ist, so muss die Flüssigkeit nach der Neutralisation noch stark mit Wasser verdünnt werden 3),—so lehrt Denis. Daher empfiehlt er nochmals, um reines, salzfreies Albumin zu erhalten, das Hühnereiweiss mit 2—3 Vol. Wasser zu verdünnen, umzurscliütteln, zu filtriren, dann nochmals mit 20—30 Vol. zu verdünnen, das Serum aber unmittelbar mehrfach zu verdünnen, dann diese und jene Flüssigkeit zu neutralisiren, indem man eine stark verdünnte Pflanzen- oder Mineralsäure tropfenweise zugiebt. Nach 24 Stunden besteht der vom Filter abgenommene Niederschlag aus gefälltem, in Wasser unlöslichem, in Salzen aber löslichem Albumin4), welches Denis das eigentlich unlösliche Albumin (l’albumine proprement dite insoluble) nennt. Doch auch dieses verändert sich und geht schon bei 50°—55°—100°, namentlich solange es feucht ist. in den Zustand über, in welchen auch das Hühnereiweiss nach dem Kochen in Wasser übergeht (ib. p. 57), und in welchen die andern Agentien, welche Eiweiss und Serum zur Gerinnung bringen (ib. p. 58), das Albumin überführen, oder auch wie er beim Erhitzen des Niederschlags aus dem Serum und dem Eiweiss bis 74°-75° (ib. p. 72) entsteht, Mit einem Worte, das leicht in Salzen lösliche Albumin verwandelt sich in das in Salzen unlösliche sog. coagulirte Albumin 5).
4) „ . .. und das allmählig in dem coagulirten Zustand übergegangene Albumin absetzt, welches, ehe das Alkali mit Säure völlig gesättigt werden konnte, an dem Punkte, wo diesse eingegossen wurde, sich mit der Säure verband und davon hernach durch das Akali beim Umrühren abgeschieden wurde“ (16 p. 543).
■) „L’albumine soluble ou liquide est donc une réunion constante de sels et d’un corps azoté, auxquels se joint presque toujours soit un acide soit un alcali libres qui ne sont pas essentiels à la constitution, puisque’ elle peut exister à l’état neutre“ (33 p. 44).
3) „Au contraire, qu’on enlève les sels qu’il renferme naturellement, un changement considérable s’y opère à l’instant; la substance azotée se sépare, devient insoluble dans l’eau; l’albumine liquide est décomposée en albumine coagulée et
en sels qui la rendaient soluble.
Lorsque l’albumine soluble est acide ou alcaline, elle est susceptible d’être étendue d’eau en toute proportion sans qu’elle s’altère en
rien. Il n’en est plus de même quand elle est neutre. Elle cesse d’être soluble dans l’eau, si la quantité de ce liquide dépasse 10 à 15 fois son poids à l’état sec. Alors les sels seuls se dissolvent, et l’albumine ayant moins d’affinité pour eux que n’en a l’eau, elle se précipite aussitôt. Ainsi, qu’on neutralise avec un acide du sérum ou du blanc d’oeuf, qu’on l’étende d’une grande masse d’eau, on en déterminera nécessairement la décomposition“ (33 p. 46).
4) „Les preuves que je viens d’établir déposent qu’on a eu tort jusqu’ici, de regarder l’albumine soluble ou liquide comme une substance immédiate simple. Elle est réellement un composé. Ce sont les sels combinés avec elle qui déterminent sa solubilité. L’albumine coagulée au contraire, qui est sa base, est insoluble dans l’eau. Je vais l’étudier en détail et par là fournir encore de nouvelles preuves qui confirmeront ce que j’ai déjà avancé“ (ib. p. 49).
6) „... l’albumine insoluble ou coagulée précipitée par la chaleur ou par l’alcool ou par les acides et les alcalis concentrés du serum, du blanc