﻿DAS GLOBULIN- DES BLUTSERUMS UND- DES EIWEISSES.
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stand; nach der Einwirkung von Wasser löste sich ein Teil davon, ein anderer blieb in Form von Membranen und Körnchen zurück, welch letztere „Globulin vorstellen“, unter welchem hier Denis die mit dem Stroma der roten Blutkörperchen identische Protei'nsubstanz versteht. Auch in dem Filtrat bilden sich, nach der Sättigung des Serums mit Magnesiumsulfat nebst Aether, aus der Stromasubstanz der roten Blutkörperchen bestehende Niederschläge, während das Filtrat Serin *) enthält (ib. p. 154). Dabei wird aber das Serum auch durch den Aether gefällt, infolgedessen an der Grenze zwischen diesem und der Flüssigkeit sich eine Schicht protemhalti-ger Substanz ausscheidet; andererseits meint Denis, indem er annimmt, dass Serin durch Aether nicht gefällt wird und alle Proteünsubstanzen durch Magnesiumsulfat ausgeschieden werden, dass auch der Niederschlag im Serum aus dem Fibrin und Globulin des Stroma der Blutkörperchen (ib. p. 156—7) besteht; deshalb soll das Magnesiumsulfat (ib. p. 90), das in Serum (ib. p. 154), welches mit Aether nicht behandelt wurde, einen Niederschlag hervorbringt, in mit Aether behandeltem keinen, Niederschlag erzeugen, woraufhin Denis diese, seiner Ansicht nach, aus Fibrin und Globulin (ib. p. 155) bestehenden Niederschläge für identisch hält. Vergessen wir nicht, dass Denis es gewesen war, der nach der Bearbeitung mit Aether das Serum mit Wasser verdünnt, mit Essig- und Salzsäure gefällt und den in Wasser unlöslichen, aber in Salzen löslichen Niederschlag Serin genannte hatte (ib. p. 81). Um Serin darzustellen, schlägt Denis im J. 1859 vor (86 p. 39), durch Sättigung mit Magnesiumsulfat zuerst das Serumfibrin, welches er jetzt „gelöstes Fibrin“ (fibrine dissoute) nennt, und dann schon das Serin durch Sättigung des Filtrats mit Natriumsulfat bei 50° zu fällen. Das (nicht gewaschene) Serin ist in 20—30 Teilen Wasser löslich s). Auch aus dieser Lösung kann das Serin durch sehr verdünnte Säuren ausgefällt werden; dann löst es sich nicht mehr in reinem Wasser, wohl aber in salzhaltigem; im allgemeinen aber behauptet Denis wieder, dass das Serin im Plasma und im Serum sich in Verbindung mit den Salzen des Blutes befindet, welche dessen Löslichkeit auch bedingen (ib. p. 39)3). Zu alledem muss noch hinzugefügt werden, dass ausser den genannten Körpern—Fibrin, Globulin, Serin — Denis im Serum auch noch Album inose findet; so nennt er den wasserlöslichen Teil des Niederschlags, welcher nach dem Auswaschen dieses letzteren mit 30°-igem Alkohol, behufs Abscheidung der Chloride, durch Einwirkung von 40°-igem Alkohol im Serum entsteht. Die erhaltene wässerige Lösung soll reine Albumi-nose (albuminose pure) sein, die in Wasser löslich ist und in der Wärme nicht
') Somit ist Fredericq’s Behauptung (48 p. 457), als hätte Denis im Serum nur Serin und Fibrin (fibrine dissoute) angenommen, unrichtig. Dem oben Gesagten gemäss nahm Denis in dem Serum das Vorhandensein von Serin, Fibrin und Globulin an. Er sagt: „je conclus des faits expérimentaux qui viennent d’être exposés, que le eorps albumineux du sérum est composé de sérine, de fibrine et de globuline, mais que la réunion des deux dernières substances, dont la globuline ne fait qu’une minime partie, représente seulement en moyenne le huitième du tout“ (34 p. 156).
Ausserdem findet Denis im Serum noch Mial-he’s (ib. p. 174) albuminose. Im ganzen nimmt er also im Serum 4 Körper an (p. n. 116—7).
2) Dieser Ausdruck ist es, der Fredericq (48 p. 457) die Veranlassung gegeben zu haben scheint den Schluss zu ziehen, dass das Serin in Wasser
lösslicb sei, während Denis’ Lehre gerade darin besteht, dass das Serin, gleich dem Fibrin, im Wasser unlöslich ist. Von diesem Gesichtspunkte aus kann man sagen, dass das gelöste Fibrin (fibrine dissoute) nach dem Ausfällen mit Magnesiumsulfat (36 p. 184; 34 p. 152) im Wasser ebenfalls lösslicli ist. Bei Denis finden wir hier wirklich die Erklärung, dass er in diesem Falle die durch das Magnesiumsulfat bedingte Löslichkeit als Wasserlöslichkeit ansah (s. das nächste Citât). Bemerken wir auch, dass Denis, einiger Aenderungen in seiner Lehre von den Proteïn-substanzen ungeachtet, in Bezug auf das Serin immer bei derselben Ansicht bleibt, dass es in Wasser unlöslich sei.
3) „La sérine est, selon moi, dans le plasma et dans le sérum à l’état de combinaison faible avec les sels du sang qui la rendent soluble“ (36 p. 39).
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