﻿BAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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fibrinoplastische Substanzen: Fleisch. Sehnen, Lymphe (155 p. 3), Hämatoglobulin und dessen Krystalle (154 p. 428 u. 444; 157 p. 502, 504, 508), das Stroma der Blutkörperchen (154 p. 436; 157 p. 496), den durch Einwirkung von Kohlensäure hervorgebrachten Niederschlag *) des defibrinirten Blutes (154 p. 435); endlich rechnete Schmidt, wie wir weiter unten sehen werden, auch das Fibrinogen zu den librinoplastischen Substanzen (ib. p. 434, s. die erste Darstellung des Fibrinogens). Wie wir gesehen haben, nennt er auch das Globulin des Hämatoglobins fibrinoplastische Substanz (ib. p. 444). Ueberdies findet Schmidt, dass der durch Kohlensäure in mit Wasser verdünntem Serum erzeugte Niederschlag die Gerinnung des Blutes oder des Plasma ebenfalls beschleunigt, woraufhin er ihn gleichfalls fibrinoplastische Substanz nennt (ib. p. 432). Es wäre ein grosser Irrtum zu glauben, dass Al. Schmidt „fibrinoplastische Substanz“ gerade den Neutralisationsniederschlag des verdünnten Serums benannte, wie das aus den Worten einiger Verfasser von Lehrbüchern (Hoppe-Seyler, Hofmann, Wurtz u. a.) unserer Zeit, welche mit der Geschichte des Serums nicht genügend bekannt waren, folgen könnte. Zwar scheint Schmidt im J. 1872 die Benennung „fibrinoplastische Substanz“ für den Neutralisationsniederschlag des verdünnten Serums zu verfechten, doch geschieht es nur aus dem Grunde, weil Brücke diesem Niederschlag die Bedeutung abspricht, welche ihm, nach Schmidt, in dem Gerinnungsprocesse des Blutes zukommt, und weil Schmidt denselben durch diese Benennung von dieser Eigenschaft so zu sagen Besitz nehmen lassen wollte (157 p. 413). Diese Beziehung zur Gerinnung des Fibrins drückte Schmidt seit 1862 stets durch die Worte „wirkt oder verhält sich fibrinoplastisch“ 0*4 p. 431—2:156 p. 58) aus, demgemäss er diese Agentien fibrinoplastisch-wirkende Körper oder Eiweisskörper nennt (154 p. 440—2; 156 p. 48;. Aber dies alles, sowie die Beziehung des Niederschlags zur Gerinnung des Fibrins, wird bei Schmidt mit dem Ausdruck „gerinnungserzeugende Körper“ bezeichnet (154 p. 428), der zwar eine hypothetische, jedoch bloss eine einzige Eigenschaft des Neutralisationsniederschlags ües mit Wasser verdünnten Serums wiedergiebt! Der Ausdruck „fibrinoplastische Substanz“ bezeichnet daher eine partielle Eigenschaft dieses Niederschlags und auch nur in Verknüpfung mit Schmidt’s Hypothese über die Blutgerinnung.
Was den allgemeinen Charakter dieses Niederschlags, dessen chemische Natur anbetrifft, so identifient ihn Schmidt schon in seinen ersten Arbeiten mit dem Globulin des Hämatoglobulins oder mit dein L e n t o g 1 o b u 1 i n (154 p. 432, 440, 444, 445, 448, 452 u. folg.; 156 p. 36 u. folg.; 160 p. 126 u. folg.; 157 p. 503), oder nennt ihn einfach Eiweiss (157 p. 504). Den Neutralisationsniederschlag des Serums mit den genannten Körpern zu identificiren veranlasste ihn die Identität der Beziehung aller zu der Gerinnung des Fibrins: sowohl das Chromoglobin als das Lentoglobin sind fibrinoplastische Substanzen (154 p. 444 u. 432). Obgleich Schmidt kein Wort darüber sagt, scheint mir, dass ihm Lehmann Veranlassung gegeben hatte den Niederschlag des Serums „Globulin“ zu nennen; er wiederholt Lehmann’s Ausspruch fast Wort für Wort, ohne jedoch auf denselben hinzuweisen (vergleiche 154 p. 432 mit 98 p. 359; s. p. n. 112). Beide Forscher sprechen sich dahin aus, dass
gung, dass die Fibrinausscheidung abhängig ist von der Einwirkung einer besonderen, in den gerinnbaren Flüssigkeiten enthaltenen Substanz; wen jedoch die mitgetheilten und noch mitzutheilenden Thatsachen zu einer anderen Ansicht leiten, der kann ja immerhin den Ausdruck in seinem Sinne interpretiren“ (153 p. 561).
') .... aus defibrinirten Blute, wo folglich Stromata der Blutkörperchen, Globulin des Serums und Globulin des Hämatoglobulins vorhanden waren“ (157 p. 496). Heynsius weist darauf hin (75 p. 33), dass wenn man auf defibrinirtes Blut mit Kohlensäure einwirkt, Stromata, Globulin des Serums und sogar Chromoglobin erhalten werden.