﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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lin sich ausgeschieden hatte. Wird jedoch das Dialysat wieder mit viel Wasser versetzt und ein Kohlensäurestrom durchgeleitet, so fällt nach mehr oder weniger langer Zeit ein Niederschlag aus, der zuweilen auch schon bei blossem Wasserzusatz erscheint. Durch dieses Verfahren gelang es aber Hammarsten nicht, aus Pferdeserum das Globulin vollständig auszuscheiden: besser gelangen die Versuche mit Ochsenserum und mit den Transsudaten des Menschen. Wenn das Filtrat des Dialysats die Gegenwart von Globulin nicht verriet, so wurde es nach erwähnter Behandlung mit Magnesiumsulfat gesättigt, und dabei ein Niederschlag erhalten, den Hammarsten für zurückgebliebenes Globulin hält, Burkhardt aber für Albumin angesehen haben soll. Es muss bemerkt werden, dass dieser Forscher einen andern Niederschlag (20 p. 829—830), nämlich den durch Magnesiumsulfat in di^ysirtem, mit 3—4 Yol. Wasser versetztem, doch nicht neutralisirtem Serum erhaltenen, für Albumin angesehen hatte! HammarsteiTs Niederschlag ist, wenn man sich so ausdrücken darf, mehr „Albumin“ als Burkhardt’s. Den durch das Bittersalz ausgeschiedenen Niederschlag löste Hammarsten in Wasser auf und unterwarf die Lösung der Dialyse in Graham’s und Kühne’s Dialysoren: in den ersteren wurden Niederschläge niemals erhalten, in Kühne’s dagegen solche häufig beobachtet; sie lösten sich in verdünnter Kochsalzlösung und besassen alle Eigenschaften des Globulins. Doch schied eine Lösung von Globulin in Kochsalz sowohl bei Dialyse als auch durch Essigsäure oder Kohlensäure einen Niederschlag entweder nur zum Teil oder garnicht aus (69 p. 484—5 und p. 488—490). Analoge Resultate erhielt Hammarsten nicht nur mit Pferde- und Ochsenserum, sondern auch mit einigen Transsudaten des Menschen und einmal mit Hundesefum; Pferdeserum war meist in der Beziehung unbequem, dass es bei wiederholter Dialyse und Prüfung auf Kohlen- und Essigsäure Globulin ausschied, so dass man zu starker Verdünnung mit Wasser schreiten musste (ib. p. 491). Wenn Hammarsten auf seine Untersuchungen, die von Burkhardt’s Methode zwar abweichen, sich stützend behauptet, dass der von Burkhardt erhaltene Niederschlag mit dem Globulin identisch ist, so vergisst er, dass diese Identität seitens des Globulins durch die Zueignung demselben solcher Eigenschaften erkauft ist, welche früher nur dem Albumin zugeschrieben wurden, demgemäss Burkhardt mit demselben Recht Albumin das nennen konnte, was Hammarsten Globulin nannte (ib. p. 493). Diese neuen Eigenschaften des Globulins in Betracht ziehend, wirft man unwillkürlich die Frage auf, worin sich denn das Albumin vom Globulin in diesem Z u s t a n 4 e unterscheidet. Das Albumin stellt Hammarsten nach der schon von Starke (p. n. 147—8) angegeben Methode dar, nämlich durch Sättigung des Serums mit Magnesiumsulfat bei 30°. Das abgekühlte Filtrat wurde vom Salze durch Ausfrieren und dann durch Dialyse abgetrennt. War das Dialysat zu sehr verdünnt, so wurde es bei 40° in einem Strom trockner Luft eingedichtet. Eine solche Lösung darf, nach Hammarsten, wenn sie wirklich frei von Globulin ist, weder von Kohlensäure noch durch Sättigung mit Chlornatrium oder Magnesiumsulfat gefällt werden (69 p. 494). Abgesehen davon, dass Hammarsten zur Darstellung des Albumins nicht, wie zu erwarten war, sich der Flüssigkeiten bediente, aus denen er so sorgfällig das Globulin entfernt hatte (p. n. 145) und wo zudem das Serum annähernd neutralisirt war, weist er auch noch darauf hin, dass es auch nach dieser Methode Starke nicht immer gelang albuminfreies Globulin zu erhalten, da Kohlensäure auch hier Fällung bewirken kann. Dies folgt aus dem Satze, welcher die Beschreibung dieser Methode der vollständigen Fällung des Globulins begleitet und Hammarsten nicht nur immer den Rückzug gestattet, sondern auch das Vertrauen zu der Methode selbst erschüttert. „Durch die so gewonnene Lösung von Serumalbumin“ lautet dieser Salz, „leitete ich dann