﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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min ist. Um die Frage zu entscheiden, ob das Serum einen oder mehrere Proteïn-kürper enthält, schritt Kauder auf Hofmeister’s Vorschlag hin zur f r a c t i o n-n i r t e n Fällung desselben mit Ammoniumsulfat. Er nahm dazu 200 grm. trocknen in 1 Liter warmen Wassers aufgelösten Ochsenserums; nach wiederholtem Abfiltriren der suspendirten Teilchen, welche starke Trübung verursachten, enthielt dasselbe 5% Proteïnsubstanz. Diese künstlich dargestellte Flüssigkeit von zufälliger Zusammensetzung verringert bedeutend das Interesse, welches solche Untersuchungen haben könnten, wenn sie an Flüssigkeiten angestellt würden, welche schon häufig zur Lösung der Frage nach der Existenz des Albumins gedient hatten. Die Fällung geschah mit bei gewöhnlicher Temperatur gesättigter Ammoniumsulfatlösung (lb. p. 415), weiche auf je 100 cc. 52,42 grm. des Salzes enthielt. Der Versuch wurde folgendermassen ausgeführt: zu 1,2—6 cc. Serumlösung gab man für jede Probe 1—9 cc. der Salzlösung zu und brachte das Volum des Gemenges mittels Wasser bis auf 10 cc., z. B. 1 cc. Serum -j- 4 cc. Wasser -(- 5 cc. Ammoniumsulfatlösung. In dem Falle, wenn die Fällung beinahe vollständig bis auf unbedeutende Reste der Proteïnsubstanz statt gefunden hatte, wurde die Gegenwart dieser in der Flüssigkeit mittels Jodquecksilber, Jodkali und einer Säure nachgewiesen (ib. p. 416). Aus den von Kauder angeführten Tabellen (ib. p. 417—419) ersieht man, dass bei allmäliger Steigerung des Salzgehaltes die Ausscheidung der Prote'insubstanzen aus Lösungen, die auf je 100 grm. deren 0,5—3 grm. enthalten, in 2 Perioden stattfindet. Die erste beginnt mit der Einführung einer Salzlösung von 13 grm. auf je 100 cc. und endet mit 24 grm. auf 100 cc., dann tritt eine kurze Pause (von 24—33 auf 100) ein, worauf die zweite Periode bei 33,5 beginnt und bis 47 grm. auf je 100 cc. fortdauert. Die in der ersten Periode ausfallende Substanz wild für Globulin, die in der zweiten für Albumin angesehen; denn die durch wiederholtes Auflösen in Wasser und Fällen mit demselben Salze gereinigten Niederschläge zeigen, dass ersteres aus der Bittersalzlösung vollständig, durch Dialyse zum grössten Teil niedergeschlagen wird, letzteres, das Albumin, weder durch Dialyse noch von Bittersalz gefällt wird (91 p. 420). Da Kauder die Fällung mit Ammoniumsulfat für vorteilhafter als diejenige mit Bittersalz hält, so empfiehlt er zur Abscheidung des Globulins die Flüssigkeit zu gleichen Teilen mit in der Wärme gesättigter und dann abgekühlter Ammoniumsulfatlösung zu vermischen, wobei das Gemenge mehr als 26 gim. des Salzes in je 100 cc. enthält (ib. p. 421); das Filtrat wird mit Ammoniumsulfat bis sp. G. 1,170 gesättigt, was die Ausfällung des sämmtlichen Albumins (ib. p. 423) zur Folge hat. Danach wandte Pohl (138 p. 426) dieselbe Methode zur Bestimmung des Globulins in Urin und in pathologischen serösen Flüssigkeiten an, und fand in den quantitativen Angaben zwischen der Fällung mit Ammoniumsulfät und derjenigen mit Bittersalz keinen Unterschied. Lewith (103 p. 5) setzte Halliburton’s und Kau-der’s Beobachtungen fort. Als Beobachtungsobject diente ihm wie Kauder trock-nes Serum; die Sättigung fand bei 30—40° im Laufe von 24 Stunden unter öfterem Umschütteln statt. Lewith fand, dass von den untenstehenden Salzen:
salpetersaures.......... Na3—K —NH4—Mg—Ca5—Ba
Chlor—.................. id3—id3— id —id — id3—id.
essigsaures... ........ id3— id5—	id	— id	— id —id
schwefelsaures.......... id3—id	—	id	— id3
unterchlorigsaures...... id3—id
phosphorsaures.......... id3—
Rhodan—................. —	—	id.
Calciumoxyd5,