﻿DAS GLOBULIN DES BLUTSERUMS UND DES EIWEISSES.
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Pinkus (135 p. 57) schlägt seinerseits vor, die Trennung der Globuline und Albumine folgendermassen zustande zu bringen: bei 30w bis zu halber Sättigung (ca 25%) zu den Lösungen zugesetzt, fällt wasserfreies Natriumsulfat (p. n. 156) die Globuline, bis zu voller Sättigung (ca 50%) zugesetzt, fällt es die Albumine aus.
Desgleichen finden wir bei Seng (163 p. 519): „Die Trennung der Albumine von den Globulinen geschah durch Fällung des auf das doppelte mit Wasser verdünnten Serums mit dem der Gesammtmenge gleichen Volum einer concentrirten neutralen Lösung von schwefelsaurem Ammon, Nachwaschen mit halbgesättigter Ammoniumsulfatlösung, bis die Waschflüssigkeit eiweissfrei war“.
Reye (142 p. 27) erkennt seinerseits an, „dass das Blutplasma regelmässig einen Eiweisskörper enthält, dessen Fällung bei einem Zusatz von 1,5—1,7 cc. Ammoniumsulfat pro 10 ccm. bei 2 ccm. Plasma beginnt und, nach der gesetzten Trübung und Flockenbildung zu urteilen, bei etwa 2,5—2,7 ccm. Ammoniumsulfat beendet ist“. Diese Ergebnisse sowie Hinweise von Kauder geben dem Autor das Recht zu behaupten, „dass die Trübung und Flockenbildungen, welche bei einem geringeren Salzlösungzusatz entstehen, auf einen wohl im Plasma reichlich, im Serum aber nur in verschwindender Menge vorhandenen Eiweisskörper zu beziehen sind, somit auf Fibrinogen“ (142 p. 27), indem er dieses mit dem Fibrinoglobulin von Hammarsten indentifi-cirt, cler seinerseits zugelassen hat, dass die Fibringerinnung nicht die ganze Menge des Fibrinogens in unlösliche Form überführt, dass ein kleiner Anteil, sei es als unverändertes Fibrinogen, als „gelöstes“ Fibrin oder als abgespaltenes Fibrinoglobulin in Lösung bleibt“ (142 p. 27). Nichsdestoweniger hält Hammarsten (73 p. 337), anscheinlich, Reve’s Fibrinoglobulin und sein eigenes für selbständige Körper.
Noch weiter gehen Fuld & Spiro (1900, 51 p. 132), indem sie annehmen, dass der im Serum durch ein gleiches Volum gesättigter Ammoniumsulfatlösung hervorgebrachte Niederschlag sogar drei Globuline enthält. „Nun finden sich aber in dieser Fraction, so viel bisher ersichtlich, drei verschiedene Eiweisskörper, die meist den Globulinen beigezählt werden: 1) das Fibrinoglobulin Hammarsten’s, welches sich nach W. Reye (142 p. 27) durch 20%-ige Sättigung mit Ammoniumsul-fat von den anderen Globulinen trennen lässt; 2) ein durch Dialyse ausfällbarea Globulin („Euglobulin“); 3) ein durch Dialyse nicht fällbares Globulin („Pseudoglobulin“), welches mit dem sub 2) genannten Körper zusammen das „Paraglobu-lin“ (Serumglobulin nach üblichem Sprachbrauch) darstellt (ib. p. 139). Während das durch Dialyse leicht fällbare Globulin bei Halbsättigung mit Kaliumacetat ausfällt, bleibt der durch Dialyse nicht fällbare, von Marcus als „albuminähnlich“ bezeichnete Stoff noch in Lösung. Ein zweites, bequemeres Verfahren gewährt un& auch hier die Fractionnirung mit Ammoniumsulfat; die Fällungsgrenzen des ersten Körpers liegen im allgemeinen zwischen 28 und 38%-iger, die des anderen bei 34—46%-iger Sättigung.... Herr Professor Hofmeister hat uns vorgeschlagen, den durch Halbsättigung mit Kaliumacetat, Essigsäure und Dialyse fällbaren Eiweisskörper wegen seiner typischen (?) Globulineigenschaften, anlehnend an die Terminologie der Botaniker, als „Euglobulin“, den durch Dialyse und Halbsättigung mit Kaliacetat nicht fällbaren, albumin ähnlich en Körper als „P s e u d o g 1 o b u 1 i n“ zu bezeichnen“!
Andererseits trennt Langstein (1901, 95 p. 85, 96) mit derselben Ammoniumsulfatlösung, welche in gleicher Menge zum Eiklar zugegossen wird, das als Niederschlag erhaltene Ovoglobulin von dem in Lösung bleibenden 0 voalbu-min. Wenn man bei Fuld & Spiro (p, n. 156) keine genauen Angaben über die