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DAS GLOBULIN DES BLUTSEKUMS UND DES EIWEISSES.
Gefässe gesammelt, und das Coagulum nach der Gerinnung mit einem Messer in kleine Stücke zerschnitten; diese werden in ein Metallsieb gebracht, welches über einem entsprechenden Gefässe oder über einem Trichter angebracht ist. Die von den Coagulumstücken abfliessende Flüssigkeit rinnt entweder in ein rundes (nach Dollfus) oder in ein trichterförmiges (nach Rollett) Gefäss, durch welches bis zu der unteren Siebfläche ein Rohr geht, das am Boden des Gefässes oder mittelst eines Propfens in dem verengerten Teile des Trichters angebracht ist, wobei das Rohr jedoch lose genug befestigt ist, um heraufgezogen oder hinuntergeschoben werden zu können, damit diese oder jene Schicht des abgestandenem Serums, nachdem die Flüssigkeit von dem im Siebe befindlichem Coagulum abgeflossen ist, abgegossen werden könne. Um das aus dem Siebe fliessende defibrinirte Blut aufzufangen, benutzen wir einen grossen Glastrichter, der auf einem Dreifuss steht, in welchem eine für den Trichter bestimmte runde Oeffnung ist. Damit in das Ableitungsrohr kein Blut gelangen könne (Fig. 1), ist es während des Abfliessens der Flüssigkeit aus dem Siebe die ganze Zeit über verkorkt, obgleich dessen oberes Ende über dem mutmaass-lichen Niveau der Flüssigkeit, welche durch dasselbe abfliessen soll, steht. Zum Abhe-
Fig. 3.
Fig. 1.
Fig. 2.
ben des Serums und der Flüssigkeiten überhaupt von den Niederschlägen bedienen wir uns eines aus einem Glasrohr gefertigten Siphons, dessen eine Ende, dasjenige,-welches in die Flüssigkeit taucht, nach oben gebogen ist, das andre, längere, dagegen fest in einem Propfen steckt, der einen Kolben verschliesst, in welchem mittels eines andern Rohres leicht ein negativer Druck hervorgebracht und der Siphon dadurch in Thätigkeit gesetzt werden kann (Fig. 2). Damit der Siphon in die Lösung-vorsichtig eingetaucht werden könne, ist eine Schraube an dem Apparate angebracht, welcher sogar an den Wänden eines Glasgefässes befestigt wird (Fig. 3).
Das Abstehen der Blutkörperchen wird an einem kühlen, ruhigen Orte vorgenommen. Nachdem Babo (1852, 5 p. 301) seinen Apparat zur Benutzung der Centrifugalkraft im Laboratorium eingeführt hatte, wandten anfangs A. Danilewski, dann Ludwig s Laboratorium (s. folg. Kap. über das Globoglobin) den modificirten Apparat zur Beschleunigung der Abscheidung des Serums bei der Blutgerinnung an. So bediente sicli Pribram (137 p. 63), um das Gerinnen des Coagulums, folglich auch das Abstehen des Serums zu beschleunigen, einer Centrifuge. Wenn man von einen gewissen, jedenfalls sehr geringen Verlust an Proteünsubstanz absieht, so ist es am besten,