﻿Bibliographie.
I. Analyses.
a) Physiologie.
Leontowitsch, A. Neue Ergebnisse über den Hautsinn. Teil I, neue Ergebnisse über die Innervation der Haut des Menschen (Physiologisches Laboratorium d. Universität zu Kiew). Berichte d. K. Akademie d. Wiss. S.-Petersburg. 1900. p. 128 mit 3 Tafeln. Russisch.
Verfasser knüpft am Schlüsse seiner Monographie, die hauptsächlich histologisches Interesse besitzt, manche physiologische Betrachtungen an, deren weitere Entwickelung er in einer zweiten Monographie zu geben gedenkt. Jeder Hauptabschnitt wird mit Aesten mehrerer nahe liegender Fasern gleichzeitig versorgt; es muss desshalb jede Empfindung als ein Summationsprocess betrachtet werden, dessen Endresultat sowohl von den Processen in den peripherischen Apparaten, als von den Bedingungen der Leitung in den Fasern und von den Eigentümlichkeiten der entsprechenden' Centralorgane abhängig ist. Es ist falsch zu glauben, dass bei mechanischer Reizung der Haut wir bloss auf die in der Projection der reizenden Spitze liegenden Theile einwirken: die Grösse des bereizten Bezirkes ist durch die Einbiegung des Epithels mitbedingt. Es ist deshalb erklärlich, warum die von v. Frey bestimmte Anzahl der Druckpunkte an der volaren Fläche der Finger so gering ist im Vergleich zu der Anzahl der dort vorhandenen Nerven.
Popelsky, L. B Ueber den Mechanismus der Pilocarpineinwirkung auf die Drüsen. Arzt. 1901. JVa 15. Russisch.
Verfasser constatirte an Katzen eine starke Pancreassecretion nach Einführung von 0,4—0,5% HCl in den Dünndarm und gleichzeitiger Injection von Pilocarpin in die Blutbahn, während jedes Mittel für sich allein angewandt ohne "Wirkung bleibt. Das Pilocarpin steigert, nach Vf., die Erregbarkeit der Drüsenzellen, weshalb früher unwirksam gebliebene Agentien nach der Pilocar-pininjection die Drüse in Thätigkeit setzen. Oberflächlicher liegende Drüsen, z. B. die Speicheldrüsen, secerniren sofort nach der Pilocarpininjection, weil die durch Pilocarpin erregbarer gemachten Drüsen durch die gewöhnlichen aus der Mundhöhle kommenden, an sich unwirksamen, Reize jetzt zur Thätigkeit angeregt werden können.
Noischewsky, K. I. Die Haarsensibilität der Haut. Inaug.-Diss. S.-Pe-tersburg, 1900. p. 127. Russisch.
Verfasser betrachtet die Haarsensibilität als eine Sensibilität sui generis: wenn eine sehr leise Berührung (z. B. mit einem Haare, sogar in manchen Fällen mit einem Spinnfaden) der haarlosen Hautstellen, wie Vola manus u. dgl. oder eine solche Berührung der behaarten Haut zwischen den Haaren