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BIBLIOGRAPHIE.
Derjenige Teil des Werkes, der von der Thätigkeit der Zelle handelt, fängt mit den Bewegungserscheinungen dieser an. In dem darauf bezüglichen Kapitel werden ausführlich die amöboiden Bewegungen betrachtet, nämlich: die Bewegungen des membranlosen Protoplasma, die rollende Bewegung f Rhumbler), die Strömungen in dem Ekto- und Entoplasma, die Schnelligkeit der amöboiden Bewegung, die Bewegung der Plasmodien, der Diatomeen (0. Müller), der von Membranen umgebenen Plasmen (Circulation und Flotation). Seine besondere Aufmerksamkeit wendet der Autor dem Versuche zu, die amöboiden Bewegungen auf Grund mechanischer Gesetze zu erklären (Berthold, Quinke, Bütschli, Rhumbler, Verworn Kühne, Hofmeister); indem er das Verdienst dieser Bestrebungen anerkennt, bemerkt er im Einklang mit seinem Schüler Karpoff, dass das Protoplasma der Amöbe nicht als ein Tropfen homogener Flüssigkeit, etwa wie ein Oel- oder Creosottropfen, betrachtet werden könne.
In dem Kapitel über die Flimmerbewegung sind mit grosser Ausführlichkeit die Bewegungen der einzelnen Geissein, der Spermatoz( iden (Hensen), die Bewegungen der Zellen, welche vermittelst ondulirender Membranen mit zahlreichen Flimmerwimpern ausgestattet sind, behandelt. Nicht weniger ausführlich werden die contractilen Vacuolen, deren physiologische Eigenschaften und Natur (Hertwig’s und Bütschli’s Ansicht) besprochen. Das Kapitel über die Bewegungen schliesst mit der Beschreibung der Brown’schen Molecularbe-wegung.
In der darauffolgenden, der Lehre von den Erregungserscheinungen gewidmeten Abteilung des Buches, finden wir die Darlegung des Müller’schen Gesetzes der specifischen Energie und die Betrachtung der verschiedenen Hypothesen über das Wesen der Nervenreizes. Der Autor beginnt mit der Betrachtung der Lichtreize, indem er den Leser mit dem Heliotropismus und der Phototaxis bekannt macht. -Den Einfluss der Intensität des Lichtes zeigt er an den Chlorophyllkörnern in den Pflanzenzellen. Weiter folgt eine Beschreibung der Wärmerreize nebst Beispielen von Erscheinungen von Thermotropismus. Das nächste Kapitel handelt von den mechanischen, im weiteren von den elektrischen Reizen, und macht der Autor einen Versuch die Erscheinungen des Galvanotropismus zu erklären. Das letzte, den chemischen Reizen gewidmete Kapitel behandelt die Wirkung der Gase und Flüssigkeiten auf die Zelle und stellt den Begriff von dem Chemotropismus und der Chemiotaxis fest, wobei neuere Arbeiten (Rhumbler, Bernstein) dargelegt sind, in denen der Versuch gemacht ist, die chemotropisehen Erscheinungen wenigstens teilweise durch die Veränderungen in der oberflächlichen Spannung zu erklären.
Mit grösster Ausführlichkeit ist in dem vorliegenden Werke die Lehre von der Teilung und Vermehrung der Zellen, behandelt, auch beginnt diese Abteilung mit der Karyokinesis als der vorherrschenden Form der Teilung. Nach einer historischen Uebersicht der Entwicklung der Lehre von der Karyokinesis beschreibt der Autor den typischen Process letzterer und hält sich besonders lange bei der Lage der Centrosomen in den Telopha-sen und der Telokinesis auf. Was die Nucleole anbetrifft so unterwirft der Autor der kritischen Analyse zuerst die Lehre, nach welcher dieselben