﻿BIBLIOGRAPHIE.
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Kapitel schliesst mit der Betrachtung von A. Fischer’s Lehre über die moderne histologische Technik und mit dem Rat, die Richtigkeit der fixirten histologischen Bilder durch Beobachtung lebendiger Objecte zu controliren, was der Autor für die beste Methode beim Studium der Histologie hält.
Das zweite Kapitel behandelt die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Kerns und beginnt mit der Darlegung des heutigen Standes der Lehre von den kernlosen Zellen, von den sogenannten Häckel’schen Moneren und van Beneden’s Plasson an bis zu den Untersuchungen späterer Autoren über die kernähnlichen Gebilde in den Bactérien, cyanophyten Algen und Hefen. Ausser den gewöhnlichen Betrachtungen des Kerns unterwirft der Autor einer genauen Analyse auch noch die heutige Lehre von den Nucleo-len. Das Ende des Kapitels ist der Beschreibung der Kerne bei allen Tieren, von den Protisten an bis zu den Wirbeltieren, gewidmet. In einigen Paragraphen dieses Kapitels, z. B. in der Frage nach der Kernmembran, bestrebt sich der Autor entgegengesetzte Lehren zu vereinbaren, wobei er hervorhebt, dass die Beobachtung des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins einer Membran bei den Kernen gewisser Zellen nicht das Recht giebt diese That-sache auf alle Zellenelemente zu erstrecken.
In dem Kapitel, welches den Centrosomen und Sphären gewidmet ist, behandelt der Autor diese verhältnissmässig erst vor kurzer Zeit entdeckten Gebilde der Zelle sehr ausführlich, namentlich die Frage nach der Vermehrung der Centrosomen, indem er die Möglichkeit einer selbständigen Vermehrung zugiebt und die Vermutung ausspricht, dass die Functionen dieses Organs nicht durchaus mit den anderen Teilen des Zellkörpers verknüpft sein müssen. Indem der Autor die Attractionssphäre beschreibt und einen Begriff von dem Archoplasma giebt, spricht er sich dahin aus, dass er Boveri’s Ansicht über die Natur dieses letzteren nicht teilt und geneigt ist, dasselbe für das Resultat der künstlichen Behandlung zu halten. Das Kapitel schliesst mit der Darlegung von Heidenhain’s Theorie über den Bau des Protoplasma sowie über die Stellung der Centrosoma und Sphären in den ruhenden Zallen.
Das folgende Kapitel behandelt die Zellmembranen vorerst der tierischen, dann der pflanzlichen Zelle. Besonders lange hält sich der Autor bei der Zellmembran dieser letzteren auf: indem er die Fragen nach deren Wachstun} in Verknüpfung mit dem Bau derselben bespricht, legt er Nägeli’s und Wieslers Ansichten dar und erwähnt zugleich der Veränderungen, welche die Membran der Pflanzenzellen erfährt: nämlich die Incrustationen und Verwandlung der Celluluse derselben in einen der Constitution nach ganz verschiedenen chemischen Körper. Die Nebenkerne beschreibt der Autor nach H. Rabl und auf Grund der Arbeit eines seiner Schüler, H. Dr. Karpoff. In Bezug auf die Lehre von den Dotterkernen teilt der Autor Balbiani’s Ansicht nicht, der dieselben für das Centrosoma des Eies hält. Indem Prof. Ognew van Beneden’s, Flemming’s, M. Heidenhain’s, Hagen’s und Rabl’s Ansichten über die Polarität der Zelle darlegt, fügt er von sich hinzu, dass diese Frage mit der Lösung derjenigen nach dem feineren Bau der Zellen, mit dem Problem der philo- und ontogenetischen Entwicklung und Anpassung derselben an diese oder jene physiologischen Functionen verbunden sei.