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BIBLIOGRAPHIE.
Zellen. Diese Abkömmlinge der Richtungskörper, die ursprünglich an der Stelle des frühem <Richtungsplasma> im Blastoderm auf der Bauchseite des zukünftigen Embryo liegen, wandern dann ins Innere des Eies hinein. Der Autor studirte genau das Schicksal der Zellen, welche den sich teilenden Richtungscopulationskern enthalten; er beobachtete denselben in allen Stadien, von dem Moment der Teilung an bis zur Entstehung der Drohnenlarve, und gelangte zu dem Schluss, dass die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsdrüsen auf ganz anderm Wege erfolgt, dass diese nämlich von mesodermalen Zellen, die in die Mesodermröhren durch die Hinterwand eindringen, aufgebaut werden, während bei den Drohneneiern es diejenigen Zellen sind, welche durch die Yorderwand in die Mesodermröhre gelangen. Dies giebt der Auffassung, dass alle männlichen Geschlechtszellen von dem Richtungscopulationskern in directer Folge abstammen, einen sichern Boden. Was die befruchteten Bieneneier betrifft, so entstehen hier die Genitaldrüsen aus Mesodermzellen, die in die Mesodermröhren von der Bauchseite her eindringen. Am Ende seiner Arbeit, nachdem er die der künstlichen Parthenogenesis gewidmeten Literatur (Tichomiroff, Loeb, Morgen, Wilson, Delage, Winkler u. a.) analysirt und die künstliche mit der natürlichen verglichen hat, stellt Petrunkewitsch folgende interessante Betrachtungen an: «Im Leben jedes einzelnen Organismus können wir drei Categorien von Kräften unterscheiden: 1) Kräfte, die sich in jeder einzelnen Zelle entfalten, 2) Kräfte, welche sich zwischen verschiedenen Zellen oder Zellencomplexen äussern, und 3) Kräfte, welche die Beziehungen des Gesammtorganismus zur Aussenwelt reguliren. Diese drei Categorien von Kräften sind untereinander eng verbunden und können in der Natur nicht von einander getrennt werden. Sie äussern sich im Kampf der Teile und in der natürlichen Zuchtwahl, Gebiete, die bei der künstlichen Parthenogenesis vollständig wegfallen, aber den Aufbau des Organismus reguliren und der Entwicklung eine bestimmte Richtung geben können. Die künstliche Parthenogenesis kann dieselben gar nicht berücksichtigen; sie operirt nur mit directen physikalisch-chemischen Einflüssen auf die Eizelle. Wie sollte man aber z. B. allein aus der veränderten chemischen Construction des Blutes die Parthenogenesis bei den Bienen erklären, mit ihren staunenswerten Anpassungen und so tiefgreifenden Veränderungen? Hier ist nur eine Erklärung möglich: der lange Weg der natürlichen Auslese.
Vielfach ist die künstliche Parthenogenesis auch mit dem Problem der Befruchtung in Zusammenhang gebracht worden. Die Wirkung der Salzlösungen soll den Anstoss zur Entwicklung geben, genau so wie es das Centrosoma des Spermatozoons thut, und die künstlich erzeugten Cytastern sollen dasselbe ersetzen. Dies mag ja auch richtig sein; es wäre aber ein grosser Fehler, daraus den Schluss zu ziehen, dass die Extractivstoffe des Sperma dieses etwa ersetzen können... Somit wird die künsliche Parthenogenesis zu gleicher Zeit von verschiedenen Forschern mit der natürlichen Parthenogenesis und der Befruchtung identifiicirt. Wie kann man aber ein und dieselbe Erscheinung mit zwei andern identificiren, von denen die eine das directe Gegenteil, die Verneinung, das Nichtsein der andern darstellt? Wir sehen somit, dass die künstliche Parthenogenesis eine weder der natürlichen Parthenogenesis,