﻿BIBLIOGRAPHIE.
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noch der Befruchtung gleichwertige Erscheinung ist. Sie könnte noch im besten Fall eine mittlere Stellung zwischen beiden einnehmen, indem sie dem befruchtungsbedürftigen Ei die nötigen Kräfte, den Anstoss zur Entwicklung giebt, ihm dafür aber andere Eigenschaften raubt, die durch das Hinzutreten des organischen Spermakerns in der Befruchtung; gegeben werden. Am besten aber trennen wir die künstliche Parthenogenesis von der natürlichen und von der Befruchtung vollständig und behalten sie als eine Erscheinung für sich, die es ermöglicht, einer sonst ohne Befruchtung zum Tode verurtheil-ten befruchtungsbedürftigen Eizelle einen vom normalen in verschiedener Hinsicht abweichenden Organismus zur erzeugen und vielleicht dessen Lebensenergie auf mehrere Generationen zu übertragen, bis der Verlust der Vererbungstendenzen mit dem Identischwerden der Chromosomen die vermutliche Ausartung und das allmälige Aussterben der künstlich erzeugten neuen Art herbeirufen wird».
Wlassoff, G. & Sepp E. Zur Frage nach der Bewegung und Emigration der Lymphocyten des Blutes. Separatabdruck aus dem Journal. «Medicinische Umschau». JV2 7. 1903. Ss. 1—9.
Die Verfasser heben vor allem hervor, dass sie sowohl als auch andre Autoren die Bewegung der Lymphocyten unter ausschliesslichen Umständen beobachteten und zwar: entweder wenn das Blut selbst krankhaft verändert war. oder wenn es die Einwirkung bei weitem nicht indifferenter Stoffe erfahren hatte, oder endlich wenn dasselbe einer höheren Temperatur ausgesetzt wurde. Ausserdem lenken die Autoren die Aufmerksamkeit des Lesers darauf, dass zu der Zeit, wenn bei starken Verstössen gegen die Temperaturbedingungen und unter dem Einfluss chemischer Agentien die Leukocyten rascher zugrunde gehen, bei den Lymphocyten die in denselben unter normalen Existenzbedingungen schlummernde Beweglichkeit erst beginnt sich kundzugeben. Mit einem Worte, es besitzen, den Autoren nach, die Lymphocyten des Menschenbluts die potentielle Fähigkeit, sich amöbenartig fortzube-wegen, wobei erst bei solchen für die Lebensthätigkeit der Zelle anormalen Bedingungen, welche denen der nekrobiotischen Bewegungen kernloser Protoplasmastückchen gleichen, kinetische Fortbewegung stattfindet. Von der Theorie der oberflächlichen Spannung und von Verworn’s Meinung ausgehend, dass die oberflächliche Spannung auch von der Thätigkeit des Kerns, der gewisse Kernsubstanzen erarbeitet und dem Plasma abgiebt, abhängen kann, erklären die Autoren folgendermaassen die Erscheinungen der Bewegung im allgemeinen und diejenige der Lymphocyten im besonderen. Die Kerne geben dem Protoplasma Stoffe ab, welche die Oberfläche der Spannung der Zellen ver-grössern; diese Stoffe dürften «Kernstoffe der I Ordnung» genannt werden. Durch fernere Beactionen verwandeln sich dieselben im Protoplasma in «Kernstoffeder II Ordnung», die von dem sie umgebenden Medium chemisch angezogen werden, wodurch die oberflächliche Spannung vermindert wird. Somit erscheint die Veränderung der oberflächlichen Spannung in den Zellen als Resultat des Umsatzes zwischen dem Protoplasma und dem Kern einerseits und dem Protoplasma und dem es umgebenden Medium andererseits. Die in sehr geringer