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B I B L I O G B A P H I E.
suchs ausländischer Hochschulen und Laboratorien. Arbeiten aus dem zootomischen Museum der Universität Warschau, redigirt von Prof. P. Mitrophanoff. Lief. XXVIII. 1903. Warschau. Mit 6 Textabbildungen. Ss. 1—22.
Der Verfasser war behufs Ausführung wissenschaftlicher Arbeiten in die unter Prof. Delage’s Direction stehende französische zoologische Seestation zu Roscoff, Départ. Finistère, abgeordnet worden. In dem ersten Kapitel beschreibt er seine Beobachtungen an dem Periblast der Selachier und berührt die Frage nach der Neubildung von Zellenelementen in demselben. Diese Frage beschäftigt den Autor schon lange; er hat darüber schon früher geschrieben («Ueber die Bildung des Periblasts bei den Selachiern>. Protocolle der Sitzungen der Biolog. Abteil, der Warschauer Naturwiss. Gesellschaft. 1897. «Ueber die Natur des Periblasts bei den Selachiern». Berichte des Congresses von Naturforschern und Aerzten im Jahre 1898 in Kiew) und sucht jetzt seine früheren Ansichten durch die Resultate genauerer Beobachtungen über die Eier der Selachier zu stützen. Ausserdem waren Arbeiten von His erschienen, deren Schlüsse mit denjenigen des Autors im Widerspruch standen. An Schnitten der Keimscheibe von Scyllium, die lange vor Beginn der Bildung der Gastrula gemacht worden waren, sah Eismond, dass die PeriMastschicht, welche unter dem Embryonalbezirk liegt, eine Menge Zellen—Megasphären— trug, die in verschiedenen Momenten ihrer Individualisation und nachheriger Elimination aus dem Dotter in Verknüpfung mit dem allmäligen Uebergang derselben in die übrigen Zellenelemente der untern Schicht der Keimscheibe angetroffen worden waren. Andererseits werden auch stets Bilder sogen. Nach-furchuug beobachtet. Ausserdem kann man in späteren Stadien (der Embryo besitzt schon ein paar Somiten) sehen, wie die erwähnten Zellen, die sich aus dem Periblast bilden, über die Grenzen des Körpers des Embryo hinaus sich fortsetzen und den Grund zu festen schnurähnlichen Zellencomplexen legen, die irgend eine Beziehung zu der Bildung der Getässe haben. Kurz, der Periblast nährt nicht blos den Embryo, sondern nimmt auch an dem Aufbau von dessen Geweben teil. Interessant ist hier auch noch eine cytologi-sche Einzelheit, welche die Anschauung des Verfassers in Bezug auf die Zellteilung erklärt. Es ist durchaus nicht nötig, dass bei der Zellteilung die Mutterzelle vollständig in die Tochterzellen zerfalle. Es kommt vor, dass man auch bei den Selachiern im Periblast solche Mutterzellen antrifft, welche nach der Abtrennung der Tochterzellen zum Teil unversehrt zurückgeblieben sind. In diesem Falle verleiht die äussere Ansicht der Teilung, derselben den Charakter einer endegenen Bildung der Zellen. Der Autor hebt auch noch den Umstand hervor, dass der Charakter der Kerne, welche scheinbar ein Bild von Entartung, Erscheinungen multipolarer Mitose, Anzeichen indirecter Fragmentation und Amitose darbieten, nicht auf Entartung der Kerne des Periblasts, sondern, im Gegenteil, auf einen physiologischen Process hindeuten, der auf verstärkter Assimilation des Dotters und beschleunigter, ausserordentlich energischer Proliferation der Kerne beruht. — Im 2-ten Kapitel berichtet Eismond über seine Versuche mit Selachiereiern, um zu zeigen, dass die bekannte Masaïktheorie sowie die Lehre von den «organbildenden Ge-