﻿BIBLIOGRAPHIE.
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bieten> auf die Embryonalscheiben meroblastischer Eier, wo eigentlich die ganze Masse des aus den Teilungsproducten entstandenen Bildungsmaterials zur Entwicklung des Gefässfeldes dient, nicht anwendbar sei. In dieser Bichtung angestellte Versuche haben, dem Autor nach, keine positiven Resultate geliefert. Er erwähnt nur kurz, in einigen Fällen, 3 Tage nach der Operation, doppelte Embryonalscheiben, als Resultat vollständiger Durchschneidung in einem frühen Teilungsstadium, erhalten zu haben. Im 3-ten Kapitel beschreibt der Autor einen Fall, wo er bei Asterias glacialis unter der Einwirkung directer Sonnenstrahlen auf Wasser, welches Embryonen enthielt, Exogastrulen und, umgekehrt, aus Exogastrulen, nachdem das Wasser mit den Eiern cirka 2% Stunden an einem schattigen Orte gestanden hatte, typische Gastrulen erhielt. Somit bewirkt das Erwärmen der Blastulen bedeutende Erhöhung des innern Drucks (Turgor) der Höhlenflüssigkeit derselben (die Versuche von Driesch, Herbst und Maass), und diese Steigerung bewirkt das Entstehen von Exogastrulen.
Mitrophanoff, P. Ueber die Primitivplatte in der Entwicklung der Reptilien und Vögel. (Sauropsida). Mit 16 Textabbildungen. Arbeiten aus dem zootomischen Laboratorium der Universität Warschau, red. von Prof. P. Mitrophanoff. Bd. XXVI. Warschau. 1902. Ss. 1 — 28.
Von seinen zahlreichen über die frühe Entwicklung der Reptilien und Vögel gemachten Beobachtungen ausgehend, ist der Autor zu dem Schlüsse gelangt, dass eine <Primitivplatte» in Will’s Sinne nicht existirt, und dass dieser Ausdruck, wie er von andern Autoren gebraucht wird, weder einen genügend bestimmten Sinn noch immer gleiche Bedeutung hat. Mit diesem Kamen könnte man etwa den Bezirk in dem hintern Teile der Embryonalscheibe belegen, welcher im lebenden Zustande als weisslicher Fleck dort durchscheint, wo die embryonalen Primitivblätter sich von einander noch nicht getrennt haben. In dieser Gestalt würde die Primitivplatte Duval’s Achsenplatte oder Roller’s Sichel entsprechen, dann aber zu den anfänglichen morphologischen Complicationen (Gastrulation oder Vorbereitungsprocesse zu dieser) in keiner Beziehung stehen. Diesen Ausdruck für die locale Verdickung des Ektoderms, welche der Bildung einer knotigen Verdickung vorangeht und in welcher in der Folge der Gastrulationsprocess vor sich geht, zu behalten, ist deshalb nicht wünschenswert, weil diese Verdickung keine bestimmten Umrisse hat und auch weil mit diesem Ausdruck die frühere Bedeutung verbunden wird, welche jetzt schon als überwundener Standpunkt anzusehen ist. Der Ausdruck «Primitivplatte» sollte in der Beschreibung der Processe, die bei den Reptilien der Gastrulation vorangehen, nicht gebraucht werden, obgleich derselbe in der Entwicklungsgeschichte anwendbar ist. Der Autor meint, dass in der anlänglichen Entwicklung der Sauropsidae folgende gemeinsame Momente der morphologischen Complieirung hervorgehoben werden dürften: 1) Bildung einer gemeinsamen mittleren Verdickung in dem individualisirten Ektoderm, welchem am zweckmässigsten die Benennung Kopfer’scher Embryonalschild beizubehalten wäre; 2) Entstehung eines Primitivknotens, wenn die prostomale Vertiefung von der Oberfläche aus noch eine ganz geringe ist und ihr anfäng-